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Das Erste: Weltspiegel - Auslandskorrespondenten berichten am Sonntag, 15. Februar 2015, 19.30 Uhr vom BR im Ersten

München (ots) - Moderation: Natalie Amiri

Geplante Themen:

Schweden: Auf der Jagd nach dem Polarlicht
Abisko. Kennen Sie nicht? Sollten Sie aber kennen lernen, wenn Sie 
schon immer mal das mythische Polarlicht sehen wollten. In Abisko, 
ganz im Norden Lapplands, gibt es nämlich eine Polarlicht-Garantie. 
Das behauptet zumindest der Amerikaner Chad Blakely, den es der Liebe
wegen an dieses Ende der Welt im schwedischen Teil Lapplands 
verschlagen hat. Jetzt ist Hochsaison für die Polarlichtjäger - und 
der kleine Ort verdient gut an den Touristen aus der ganzen Welt. Vor
allem aus Asien kommen neuerdings die Besucher ins ferne Lappland, 
denn dort heißt es, dass Kinder, die in einer Nacht mit Nordlicht 
gezeugt werden, besonders viel Glück im Leben haben werden. Während 
in Abisko früher im Winter alles dicht war, hat das Nordlicht mit 
Hilfe des Internets eine neue Tourismus-Saison geschaffen.
Autor: Clas Oliver Richter, ARD Stockholm

Chile: Osterinsel zwischen Mythos und Alltag
"Auf unserer Insel", sagt Mike Pate Haoa, "lebst Du das Leben, auf 
dem Kontinent bist Du gezwungen in einem System zu leben." Mike ist 
ein echter Rapa Nui. Das sind die Ureinwohner der Osterinsel, einem 
der mysteriösesten Orte der Welt. Berühmt für die Moai, kolossale 
Steinfiguren mit ihren übergroßen Köpfen, über deren Bedeutung die 
Wissenschaft bis heute noch keine eindeutige Erkenntnis hat. Für die 
Rapa Nui sind die Figuren von großer Bedeutung: In den Moai leben die
Seelen ihrer Vorfahren, sagen sie. Für Mike ist die Kultur der Ahnen 
elementar, etwas, das bewahrt werden muss. Der 34-jährige 
Holzschnitzer lebt diese Tradition. Doch viele junge Rapa Nui kommen 
nur noch zu Besuch auf die Insel, weil sie in Chile arbeiten oder zur
Universität gehen. Vor allem für ältere Rapa Nui ist Chile ein 
Reizwort: Das südamerikanische Land hat die Osterinsel 1888 
annektiert. Und sie hätten am liebsten ihre Unabhängigkeit zurück.
Autor: Michael Stocks, ARD Rio de Janeiro

Simbabwe: Machtablösung im Haus Mugabe?
Für Überraschungen war sie immer gut: Grace Mugabe. Die junge 
Sekretärin im Büro des simbabwischen Präsidenten hatte dem ersten 
Mann im Staat den Kopf verdreht: 41 Jahre Altersunterschied. Seit 19 
Jahren ist sie auch offiziell die First Lady. Die neue Überraschung 
kam dann vor ein paar Monaten: Bislang wegen ihrer Einkaufsexzesse 
als Gucci-Grace verhöhnt, betritt Dr. Grace Mugabe, wie sie sich 
jetzt nennen lässt, plötzlich aktiv die politische Bühne. Sie will 
sich ihren Teil vom Kuchen sichern. Ihr Gatte wird in diesem Monat 91
Jahre alt und die politische Macht soll in der Familie bleiben. Das 
hat verheerende Folgen. Schon jetzt liegt das Land am Boden, aber die
erste Familie des Landes akquiriert immer mehr Ländereien. 
Rücksichtslos lässt die First Lady sogar alte Kampfgefährten von 
ihrem Land vertreiben, um es in ihren Besitz zu bringen. Simbabwe - 
bitterarm und ausgeplündert, ein Land, das für die Clique um die 
Mugabes zum Selbstbedienungsladen geworden ist.
Autor: Ulli Neuhoff, ARD Johannesburg

Schnappschuss Großbritannien: Nur mit Perücke!
Helau und Alaaf! Karneval, Fastnacht, Fasching - und das 365 Tage im 
Jahr. Die Briten haben Humor, und wer Richter oder Anwalt in London 
ist, der braucht den auch. Die Perücke ist nämlich Pflicht, auch wenn
sie kratzt und juckt, das Haupt zum Schwitzen bringt. Aber warum tun 
sich Menschen das heute noch an?
Autorin: Hanni Hüsch, ARD London 

Redaktion: Karola Baier

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