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ARD mit vier Koproduktionen im Wettbewerb der diesjährigen BERLINALE Insgesamt zeigen die 65. Internationalen Filmfestspiele 44 ARD-Koproduktionen

München (ots) - Am kommenden Donnerstag, 5. Februar, eröffnen die 65. Internationalen Filmfestspiele in Berlin. Im WETTBEWERB mit dabei sind vier ARD-Koproduktionen:

Andreas Dresens neuer Film "Als wir träumten" (Koproduzenten: RBB/BR/MDR/ARTE) spielt in der Nachwendezeit in Leipzig: Die Clique um Rico (Julius Nitschkoff), Mark (Joel Basman) und Daniel (Merlin Rose) lebt ziellos in den Tag hinein, treibt sich herum, nimmt Drogen und randaliert grundlos. Heimlich träumen die drei Chaoten jedoch davon, der Sinnlosigkeit ihres Daseins zu entfliehen und irgendwo anders ein Leben mit Richtung und Ziel zu führen.

Auch Sebastian Schipper wählt für seinen Film "Victoria" (WDR) Berlin als Schauplatz: Vor einem Club lernt Victoria (Laia Costa), eine junge Frau aus Madrid, vier Berliner Jungs kennen. Sonne (Frederick Lau) und seine Kumpels haben sich auf eine krumme Sache eingelassen und Victoria soll als Fahrerin einspringen. Eine Reise ans Ende der Nacht nimmt ihren Lauf - atemlos, packend, romantisch. Ein Film über eine verrückte Liebe auf den ersten Blick und eine Jugend, die mehr will.

Patricio Gutmán führt mit seinem Dokumentarfilm "Der Perlmuttknopf" (WDR) nach Patagonien. Kaum ein Land hat eine so lange Küstenlinie wie Chile: Hier angespült wird ein kleiner Perlmuttknopf, der das einzige Überbleibsel von tausend politischen Häftlingen ist, die unter Pinochet auf grausame Weise im Meer ertränkt wurden. Das Meer kann auch die Stimmen der Ermordeten zu Gehör bringen.

Außer Konkurrenz läuft im Wettbewerb außerdem Oliver Hirschbiegels Film "Elser - Er hätte die Welt verändert" (SWR/ARD Degeto/BR/WDR/ARTE). Georg Elser fasste nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten den Entschluss, Hitler im Alleingang zu ermorden. Eine selbstgebaute Bombe im Münchner Bürgerbräukeller verfehlte ihr Ziel um 13 Minuten. Der Film mit Christian Friedel in der Titelrolle sowie mit Katharina Schüttler, Burghart Klaußner, Johann von Bülow, David Zimmerschied, Felix Eitner und Rüdiger Klink zeichnet den Lebensweg des Schreiners aus Königsborn nach.

Die ARD ist mit vielen weiteren Koproduktionen in sämtlichen Sektionen der BERLINALE vertreten. Im PANORMA erzählt der Filmemacher Samir die Geschichte seiner irakischen Familie, die verstreut auf der ganzen Welt in Auckland, Moskau, Paris, London und Buffallo (NY) lebt. "Iraqi Odyssey" (WDR) zeichnet die Jahre im Exil nach, blickt zurück und schildert den damaligen Traum von Moderne, gesellschaftlichem Fortschritt und dem Wunsch nach Freiheit. "Die Widerständigen 'also machen wir das weiter'" (BR) ist der zweite Teil des eindringlichen Dokumentarfilms von Katrin Seybold, der posthum von Ula Stöckl realisiert worden ist. Darin wird die Geschichte der berühmten Flugblätter der "Weißen Rose" erzählt. Der französische Filmemacher Jean-Gabriel Périot entwickelt in seiner Dokumentation "Eine deutsche Jugend" (RBB/ARTE) einen detailreichen und neuen Blick auf die Geschichte der Roten Armee Fraktion und ihrer medialen Darstellung. "Censored Voices" (RBB/ARTE) von Mor Loushy bringt nach Ablauf der fast 50 Jahre währenden Zensur erstmals die Erzählungen von israelischen Soldaten über ihre Kriegserlebnisse im Sechs-Tage-Krieg 1967 zu Gehör. Rosa von Praunheims Film "Härte" (WDR/RBB/ARTE) erzählt die wahre Geschichte des Spitzensportlers Andreas Marquardt (Hanno Kofler), der zum brutalen Zuhälter wurde und acht Jahre im Knast verbüßte.

"Was heißt hier Ende? Der Filmkritiker Michael Althen" (WDR/BR/RBB) heißt Dominik Grafs filmische Annäherung und Hommage an den 2011 verstorbenen einflussreichen Filmkritiker, die in diesem Jahr im INTERNATIONALEN FORUM DES JUNGEN FILMS gezeigt wird.

In der PERSPEKTIVE DEUTSCHES KINO läuft Michael Krummenachers Film "Sibylle" (BR) über eine Frau, die auf einem Spaziergang während eines Gardasee-Urlaubs mit ihrer Familie zur Zeugin des Selbstmords einer gleichaltrigen Frau wird. Das traumatische Erlebnis löst in Sibylle (Anne Ratte Polle) Entfremdungserscheinungen und eine Wesensverwandlung aus, die sie weitgehend isoliert und die Kontrolle über ihr Leben verlieren lässt. In "I remember - Eine Erinnerung" (BR/ARTE) erzählt Regisseurin Janna Ji Wonders die Geschichte der 17-jährigen Freunde Josh (Jude Thomas) und Ben (Howard Dillon), die in den Ferien der 30-jährigen Elena (Roby Miller) begegnen. Ben stürzt sich in eine amour fou mit Elena und vernachlässigt seinen Freund. Am Ende provoziert der Gefühlsrausch eine Katastrophe. "Im Spinnwebhaus" (SWR) sind die Geschwister Nick (Ben Litwinschuh), Miechen (Helena Pieske) und der Älteste, der zwölfjährige Jonas (Lutz Simon Eilert), plötzlich gefangen, als ihre überforderte Mutter Hals über Kopf aus ihrer Verantwortung flieht und die drei Kinder für ein Wochenende sich selbst überlässt. Doch danach kehrt sie nicht wieder zurück, und den drei minderjährigen Kindern entgleitet die Situation zunehmend.

Die GENERATION hat in diesem Jahr Ask Hasselbalchs Fantasyfilm "Antboy - Die Rache der Red Fury" (NDR) im Programm. Als Superheld hat es der zwölfjährige "Antboy" Pelle (Oscar Dietz) auch diesmal wieder nicht leicht und muss sich mit den Terror-Zwillingen und der geheimnisvollen Red Fury (Astrid Juncher-Benzon) rumschlagen.

Das internationale Publikum der BERLINALE, das sich über den aktuellen Stand des deutschen Films informieren will, findet in der Sektion GERMAN CINEMA - LOLA@BER-LINALE 21 ARD-Koproduktionen. Beim EUROPEAN FILMMARKET, der sich an Verkäufer und Journalisten aus aller Welt wendet, ist die ARD mit weiteren neun koproduzierten Filmen vertreten.

Für alle, die über Filme und Stars auf der 65. BERLINALE informiert sein wollen, aber nicht vor Ort am roten Teppich stehen können, hält die ARD ein umfangreiches Angebot im Fernsehen, Radio und im Netz bereit. Im Ersten präsentiert Max Moor am Dienstag, 10. Februar, eine Spezialausgabe des Kulturmagazins "ttt". In der regulären "ttt"-Sendung am Sonntag, 15. Februar, wird das Kulturmagazin des Ersten über einen oder mehrere Bären-Gewinner berichten. Und natürlich informieren "Tagesschau", "Tagesthemen" und "Nachtmagazin" sowie "ARD-Morgenmagazin", "Mittagsmagazin", "ARD-Buffet" und das Boulevardmagazin "Brisant" im Ersten über die prominentesten Gäste, die besten Filme und den Wettbewerb um die Bären. Als langjähriger BERLINALE-Partner begleitet der Rundfunk Berlin-Brandenburg auch in diesem Jahr täglich das Geschehen rund um die 65. Internationalen Filmfestspiele.

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