ARD Das Erste

"Menschen bei Maischberger" am Dienstag, 16. Dezember 2014, um 23.30 Uhr

München (ots) - Das Thema:

"Alzheimer - der lange Abschied"

Was biologisch im Kopf passiert, wenn man an Alzheimer erkrankt, weiß die medizinische Forschung. Aber wie fühlt sich Demenz für den Patienten an? Wie empfindet er den geistigen Abbau? Demenz ist neben Krebs die Krankheit, vor der die meisten Deutschen Angst haben. Nicht ganz zu Unrecht: Es ist die Volkskrankheit der alternden Gesellschaft.

Gäste

Til Schweiger (Schauspieler und Regisseur) Dieter Hallervorden (Schauspieler) Christel und Uwe Steglich (Ehepaar) Martina Rosenberg (Buchautorin und Tochter einer Demenzkranken) Prof. Dr. Frank Jessen (Mediziner und Demenzexperte)

Til Schweiger

Wie geht eine Familie mit der Demenzerkrankung von Angehörigen um? In seinem neuen Film "Honig im Kopf" (ab 25. Dezember im Kino) beschäftigt sich der Filmproduzent mit der "schlimmsten Krankheit, die man kriegen kann", wie er sagt. Til Schweiger pflegte seinen eigenen Großvater, der unter Demenz litt. Aus der Sicht von heute weiß der Schauspieler, welche Fehler einem dabei unterlaufen können, zum Beispiel wenn man versucht, den Kranken zu korrigieren.

Dieter Hallervorden

"Meine Mutter hatte Demenz", sagt der Schauspieler. Um sich auf die Figur des demenzkranken Großvaters in dem Til Schweiger-Film "Honig im Kopf" vorzubereiten, zog der 79-Jährige für zwei Wochen in eine Demenz-WG. "Diese Einblicke haben mich ziemlich belastet. Ich war nah dran, die Rolle abzugeben", berichtet Dieter Hallervorden, der bereits für seinen letzten Kinoauftritt als alter Marathonläufer von Publikum und Kritik gefeiert wurde.

Christel und Uwe Steglich

Über 40 Jahre verheiratet führten sie mit Kindern und Enkelkindern ein glückliches Leben. 2010 der Schock: der heute 69-Jährige zeigt Symptome einer Demenz, bemerkt von seiner Frau, die in ihrer Familie bereits Erfahrungen mit der Krankheit hatte. Ein Jahr später bestätigen sich die Befürchtungen: Diagnose Alzheimer. Christel und Uwe Steglich müssen ihr Leben neu gestalten. Das Ehepaar tut es mit Zuversicht, Pragmatismus und mit Humor, sagen beide, auch wenn es Momente gibt, "in denen wir sehr traurig sind".

Martina Rosenberg

"Mutter, wann stirbst Du endlich" - mit diesem provokativen Buchtitel brach Martina Rosenberg vor zwei Jahren ein Tabu, weil sie das Ideal der stets geduldigen, hilfsbereiten Angehörigen in Frage stellte. Ihre Mutter erkrankte an Demenz, der depressive Vater war hilflos. Martina Rosenberg übernahm als Tochter für fünf Jahre die Pflege: Die kranke Mutter versorgen, sich um die Familie kümmern, beruflich weiter mithalten - der aufreibende Alltag machte Martina Rosenberg krank.

Prof. Dr. Frank Jessen

"Demenz wird in den nächsten Jahrzehnten nicht heilbar sein, aber man kann die Krankheit hinauszögern, wenn sie früh genug erkannt wird", sagt der Arzt, der Gedächtniserkrankungen im Alter wie Alzheimer und Demenz an der Bonner Universitätsklinik und dem "Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen" erforscht.

Redaktion: Klaus Michael Heinz (WDR)

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