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Das Erste: "Beckmann" am Donnerstag, 14. August 2014, um 23.00 Uhr

München (ots) - Verzicht auf Konsum - ist weniger wirklich mehr?

Während die Konsumausgaben in Deutschland steigen, gibt es immer mehr Menschen die bewusst weniger Wert auf Geld, Luxus und Prestige legen. Ihr Gewinn ergibt sich durch mehr Zeit und Zufriedenheit sowie eine größere Unabhängigkeit von Zwängen. Ist Verzicht in der Konsumgesellschaft das bessere, eher glücklich machende Lebensmodell? Oder steckt in jedem Menschen auch die Gier nach mehr Erfolg, mehr Eigentum, mehr Ansehen? Wie viel brauchen wir wirklich zum Leben?

Darüber diskutieren bei "Beckmann":

Jörg Schindler (Buchautor)
Er geht der Frage nach, ob ein Leben im Überfluss wirklich das 
glücklichere ist. Für sein neues Buch sprach Jörg Schindler mit 
Menschen, die ihre Karrieren aufgaben - und mit weniger Besitz 
zufriedener leben als zuvor.

Miek Pot (ehem. Ordensschwester)
Studium, Partys, Freunde - als junge Studentin lebte sie ein Leben 
auf der Überholspur. Doch Miek Pot beschloss nach ihrem 
Universitätsabschluss, als Nonne in ein Schweigekloster zu gehen, in 
dem sie zwölf Jahre lebte.

Susann Atwell (Moderatorin)
Jahrelang zählte sie zu den populärsten Moderatorinnen im deutschen 
Fernsehen, moderierte Lifestyle-Magazine. Doch durch eine 
mittlerweile beendete Privatinsolvenz im Jahr 2010 musste Susann 
Atwell sich materiell stark einschränken und sagt heute: "Vielleicht 
war es auch mal nötig, mein Verhältnis zu Geld wieder 
geradezurücken." 

Greta Taubert (Journalistin)
In einem Selbstversuch hat sie ein Jahr lang mitten in der Großstadt 
versucht, autark zu leben und erstaunliche Erfahrungen gemacht: Greta
Taubert ging jagen, baute Stadtgemüse an, lernte Pilze züchten, 
schlief im Wald und in Bauwagen und wurde zur Tauschhändlerin.

Gerrit von Jorck (verzichtet bewusst auf Geld und Karriere)
"Zeit statt Karriere" lautet sein Motto - trotz exzellenten 
VWL-Studiums hat Gerrit von Jorck sich für ein anderes Leben 
entschieden. Er arbeitet etwa 20 Stunden in der Woche in einem 
Wirtschaftsforschungsinstitut und lebt von rund 800 Euro im Monat. 
Dafür schränkt Gerrit von Jorck seinen Konsum bewusst ein. 

Redaktion: Franziska Kischkat

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