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Unsere haarigen Vettern - Dreiteilige Dokumentation über Primaten ab 23. August 2001, jeweils donnerstags um 20.15 Uhr im Ersten

    München (ots) - "Du Affe!" - mit dem Start der dreiteiligen Reihe
"Unsere haarigen Vettern" ab dem 23. August 2001 um 20.15 Uhr im
Ersten sollte diese Vokabel aus unserem Schimpfwortrepertoire
verschwinden. Bereits bei der Ausstrahlung in der BBC ließ sich ein
großes Publikum von unseren stammesgeschichtlich nächsten Verwandten
begeistern. Das vielbeachtete und hochgelobte Porträt unserer
Vorfahren erzählt vom Werdegang der Primaten und damit auch die
Geschichte unseres eigenen Ursprungs. Die Primatenexpertin Dr.
Charlotte Uhlenbroek bietet dem Zuschauer mit faszinierenden
Naturaufnahmen und ihrer ansteckenden Begeisterung ein echtes
Highlight im TV-Dschungel.
    
    Die 33-Jährige wurde in London geboren und verbrachte ihre
Kindheit in Ghana und Nepal. Sie studierte sowohl Zoologie als auch
Psychologie an der Universität in Bristol und promovierte über
Tierkommunikation. Damit verbunden sind zahlreiche Forschungsreisen
nach Südamerika, Afrika und Asien. Dahin entführt sie auch ihre
Zuschauer und zeigt, wie viel es über Affen zu wissen gilt.
    
    Vor 65 Millionen Jahren gab es schon die ersten Laubwälder auf der
Erde. Räumliches Sehen durch nach vorn gerichtete Augen und
Greifhände ermöglichten den ersten Primaten, die Bäume als Lebensraum
zu erobern. Im ersten Teil trifft Charlotte Uhlenbroek Halbaffen auf
verschiedenen Kontinenten. Diese sind überall auf der Erde
nachtaktiv. Einige Ausnahmen gibt es nur auf Madagaskar. Die
Tagaktiven haben viele Vorteile. Allerdings sind sie auch eine
leichtere Beute. Das Leben in Gruppen bietet dabei einen besseren
Schutz.
    
    Überall auf der Welt - mit Ausnahme der isolierten Insel
Madagaskar - übernahm allmählich ein neuer Zweig der Primaten, die
Affen, die Herrschaft.  Ihnen gelang es, ihre Umgebung zu
manipulieren und mit Artgenossen auf einer ganz neuen Ebene Kontakt
zu pflegen. Sie sind das Thema des zweiten Teils. Die in Südamerika,
Afrika und Asien lebenden tagaktiven Affen zeichnen sich vor allem
durch Intelligenz und ein hoch entwickeltes Sozialleben aus.
Charlotte Uhlenbroek erläutert unter anderem die ungewöhnliche Rolle
des Weißbüschelaffenvaters. Außerdem erfährt der Zuschauer am
Beispiel der Totenkopf- und Brüllaffen mehr über das Leben in
größeren Gruppen.
    
    Am ähnlichsten hinsichtlich Intelligenz und Sozialverhalten sind
uns die Menschenaffen. Unsere engsten Verwandten sind Thema des
letzten Teils von "Unsere haarigen Vettern". Die kleinsten sind die
Gibbons in Südostasien. Die größten Menschenaffen sind die Gorillas.
Wie alle Menschenaffen teilen sie mit uns eine außergewöhnliche
Intelligenz, eine lange Kindheit und enge Familienbande. Aber näher
als alle anderen Lebewesen stehen uns die Schimpansen. Sie wissen
sich Freunde und Verbündete zu machen, rotten sich aber auch gegen
Feinde zusammen und wehren Eindringlinge gewalttätig ab.
    
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