ttt - titel thesen temperamente" am 27. Januar 2013 "ttt" kommt am Sonntag, 27. Januar 2013, um 23.05 Uhr vom Norddeutschen Rundfunk und hat folgende Themen:

München (ots) - Intellektuellen-Hatz in Ungarn - Wie eine Akademie über richtige und falsche Kunst entscheidet In Ungarn gibt es jetzt eine Akademie, die entscheidet, was gute Kunst ist - und gute Kunst im Ungarn dieser Tage ist nationalistische Kunst. Wer da nicht reinpasst, wird geschasst. So muss der Direktor des Nationaltheaters gehen, weil er schwul ist und seine Stücke der Akademie zu westlich und zu liberal sind. Der Direktor des Nationalmuseums musste gehen, weil seine Ausstellung "Was ist ungarisch?" der Akademie zu blasphemisch und nicht nationalistisch genug war. Kritische Journalisten verlieren ihre Jobs oder werden zensiert. In den Schulen werden antisemitische Autoren gelehrt, international gefeierte Schriftsteller, wie György Konrad oder Imre Kertesz, dagegen werden in ihrer Heimat als jüdisch und "nicht-ungarisch" beschimpft. Das passt zu einem Klima, in dem Abgeordnete im Parlament verlangen, die Juden zu zählen. György Konrad spricht von einer "kulturellen Gleichschaltung". Und das alles passiert mitten in Europa.

Wenn die eigene Mutter Alzheimer hat - Der berührende Dokumentarfilm "Vergiss mein nicht" Es ist ein intimes, ein heikles Filmprojekt: Als seine Mutter an Alzheimer erkrankt, zieht der Regisseur David Sieveking wieder zu seinen Eltern, macht über das gemeinsame Leben und über die Krankheit der Mutter einen Dokumentarfilm. David Sieveking zeigt seine Mutter in ihrer Hilflosigkeit, ihrem Vergessen von Namen und Familienmitgliedern, aber auch viele humorvolle und liebevolle Momente einer neuen Annäherung von Mutter, Vater und Sohn. Und er begibt sich auf eine Reise in ihre Vergangenheit - Gretel Sieveking arbeitete viele Jahre als Sprachlehrerin, war politisch in der linken Szene aktiv. "Vergiss mein nicht" kommt am 31. Januar ins Kino. In "ttt" spricht David Sieveking vorab über seinen Film, über die ungewöhnliche Doppelrolle als Sohn und Regisseur - und über die Frage, ob man so einen Film über die eigene Mutter machen darf.

Hamburg feiert Giacometti - Neuer Blick auf den eigenwilligen Künstler in zwei Ausstellungen Seine überlangen, schlanken, fragilen Skulpturen sind weltberühmt - nun ist erstmals umfassend in Hamburg zu sehen, wie Alberto Giacometti zu dieser für ihn so typischen Formsprache fand. In gleich zwei Ausstellungen sind die surrealistischen Anfänge des Künstlers zu sehen. Und seine Porträtstudien, die er zeitlebens anfertigte und die für die Suche nach seiner Ausdrucksform immens wichtig waren. ("Giacometti - Die Spielfelder", Hamburger Kunsthalle bis zum 19.5.2012 und "Alberto Giacometti. Begegnungen", Bucerius Kunst Forum bis zum 20.5.2013.) Giacometti sei auf der "Suche nach dem Absoluten" gewesen, charakterisierte einmal Jean-Paul Sartre das Werk seines Freundes. "ttt" zeichnet die künstlerische Entwicklung und Formfindung des so bedeutenden wie eigenwilligen Künstlers nach.

Mode mit Humor - Die bizarren Kreationen des Gareth Pugh In der Modewelt kommt keiner mehr an diesem Talent vorbei. Er mischt Performance mit Haute Couture, er rüstet Lady Gaga und Kylie Minogue aus - der britische Modedesigner Gareth Pugh ist erst 31 Jahre und gilt schon als legitimer Nachfolger von Alexander McQueen. Auf der Londoner Talentschmiede Central Saint Martins lernte er sein Handwerk. Seine Kreationen spielen mit Kontrasten, Schwarz und Weiß prallen aufeinander, Leuchtdioden funkeln und Samurai-Kleider werden mit 100 Reißverschlüssen besetzt - sein Look wirkt immer auch wie kurz vor der Apokalypse und beweist gleichzeitig britischen Humor. Tragbar sind seine Kleider trotzdem. "ttt" besucht ihn in seinem Atelier in London.

Moderation: Dieter Moor

Redaktion: Edith Beßling, Christine Gerberding, Niels Grevsen, Thorsten Mack

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