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"Menschen bei Maischberger" am Dienstag, 2. November 2010, 22.45 Uhr im Ersten

München (ots) -

Das Thema:
"Aufschwung XXL: Warum verprügeln wir Schwarz-Gelb?"

Zu Gast:
Ursula von der Leyen (Bundesarbeitsministerin, CDU)
Andrea Nahles (SPD-Generalsekretärin)
Daniel Bahr (Staatssekretär, FDP)
Klaus Ernst (Parteivorsitzender Die Linke)
Georg Kofler (Unternehmer)
Hans-Ulrich Jörges (Journalist)


Ursula von der Leyen
Weniger als drei Millionen Arbeitslose: Die Bundesarbeitsministerin 
freut sich über die neue Niedrigrekordmarke. Der Rückgang sei ein 
großer Erfolg "für die Menschen, die Tarifpartner, für die 
Bundesagentur für Arbeit", aber auch für die Arbeitsmarktpolitik der 
Bundesregierung, so Ursula von der Leyen. Die neue Herausforderung 
sieht sie im Fachkräftemangel: "Das wird das dominante Thema auf dem 
Arbeitsmarkt sein."

Andrea Nahles
Die SPD-Generalsekretärin sieht in der sinkenden Arbeitslosigkeit das
Ergebnis sozialdemokratischer Beschäftigungspolitik, die in der Krise
mit aktiver Konjunktur- und Arbeitsmarktpolitik entschlossen 
gegengesteuert habe. Dagegen kritisiert Andrea Nahles "das Chaos, das
Schwarz-Gelb stiftet". Gerade die Arbeitsmarktpolitik und das 
Sparpaket seien ein "sozialpolitischer Offenbarungseid".

Daniel Bahr
Trotz der schlechten Umfragewerte für die FDP - der Staatssekretär im
Bundesgesundheitsministerium steht zu der schwarz-gelben 
Regierungsarbeit. So verteidigt Daniel Bahr den sozialpolitischen 
Kurs, etwa bei der Neuregelung der Hartz-IV-Regelsätze: "Die 
christlich-liberale Koalition hat alle im Blick, den 
Leistungsempfänger genauso wie die Arbeitnehmer. Wir denken auch an 
die, die mit ihren Steuern den Sozialstaat erst ermöglichen."

Klaus Ernst
Der Vorsitzende der Linken fordert deutliche Lohnerhöhungen: "Denn 
dieser Aufschwung gehört den Arbeitnehmern." Für Unternehmen, 
Großverdiener und Vermögende gebe es Steuernachlässe, für die sozial 
Schwachen aber würden die Leistungen gekürzt, bilanziert Klaus Ernst 
nach einem Jahr schwarz-gelber Bundesregierung.

Georg Kofler
Für den Firmeninhaber und Investor liegt der Wirtschaftsboom 
eindeutig an der Kreativität der deutschen Unternehmen. "Wie kommen 
Politiker darauf, den Aufschwung für sich zu reklamieren?", fragt 
Georg Kofler. Der Manager fordert eine weitere Flexibilisierung des 
Kündigungsschutzes, damit Unternehmer beim nächsten Abschwung besser 
reagieren können.

Hans-Ulrich Jörges
"Deutschland hat sich neu erfunden. Wir sind nicht mehr der kranke 
Mann Europas, wir sind der Kraftprotz, ein Vorbild für die Welt", 
schreibt der Journalist in seiner wöchentlichen "stern"-Kolumne über 
das neue deutsche Wirtschaftswunder. Zudem verbessere der 
demografische Wandel die Perspektiven dauerhaft bei Jobs und 
Lehrstellen, glaubt Hans-Ulrich Jörges, Mitglied der 
"stern"-Chefredaktion. 

"Menschen bei Maischberger" ist eine Gemeinschaftsproduktion der ARD, hergestellt vom WDR in Zusammenarbeit mit der Vincent TV GmbH. (Redaktion: Carsten Wiese)

Pressekontakt:

POSITION Institut für Kommunikation, Ralf Ketterer
Tel.: 0221 / 931806 - 52,
Fax: 0221 / 33180 - 74

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