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Der Videotext wird 30 - Jubiläum am 1. Juni 2010

München (ots) - Am 1. Juni 1980 fiel der Startschuss: Seit 30 Jahren ist der Videotext auf Sendung. Erstmals waren damit Informationen unabhängig vom laufenden Programm abrufbar. Übertragen wurden die Daten in einer Lücke im Fernsehsignal, der so genannten Austastlücke. Als gemeinsamer Service gestartet, wurden im Jahr 2000 eigenständige Angebote von ARD und ZDF etabliert.

Das neue Medium entwickelte sich rasch und mit großem Erfolg: Am Jahresende 1980 gab es nach Mitteilung der Gerätehersteller 70.000 Haushalte in der Bundesrepublik mit teletextfähigen Fernsehgeräten. Bis zum Jahresende 1983 stieg die Zahl auf rund eine halbe Million. 1996 gab es 19,56 Millionen Teletexthaushalte; 2008 waren es 33,49 Millionen, was einem Ausstattungsgrad von 96% entspricht. Im DDR-Fernsehen wurde der Videotext erst nach der Wende im Mai 1990 eingeführt. Heute nutzen fast 16 Millionen Zuschauer in Deutschland täglich den Videotext.

Das erfolgreichste Teletextangebot hat Das Erste: Der ARD Text wurde mit einem Marktanteil von 15,7% im Jahr 2009 von allen Angeboten am meisten genutzt. Am wichtigsten waren den durchschnittlich 5,40 Millionen täglichen Besuchern dabei aktuelle Nachrichten, Sportergebnisse und Programminformationen.

Volker Herres, Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen: "Wenn es keinen Videotext gäbe, müsste man ihn erfinden, denn schneller kann man sich als Fernsehzuschauer kaum über das aktuelle Geschehen informieren."

Der Erfolg des Videotextes ist ungebrochen, obwohl er sich optisch und technisch seit 1980 kaum verändert hat. Nach wie vor stehen nur 800 Seiten mit Unterseiten, sechs Farben und 23 Zeilen á 40 Zeichen zur Verfügung. Die Seiten haben feste Nummern, so dass man Inhalte schnell finden kann. Seit einigen Jahren steht der Videotext auch im Internet und für mobile Endgeräte zur Verfügung.

Produziert wird der ARD Text beim Rundfunk Berlin-Brandenburg in Potsdam, der als Federführer für die ARD-Gemeinschaftseinrichtung ARD Text verantwortlich ist.

Mit dem neuen Standard HbbTV (Hybrid Broadcast Broadband TV) zeichnen sich auch für den klassischen Videotext neue Möglichkeiten ab. Hybride Fernsehgeräte kombinieren das TV-Signal mit dem Internetübertragungsweg. Dadurch können Grafiken und Schriften optimiert und der Videotext barrierefrei gestaltet werden.

Frauke Langguth, Leiterin des ARD Textes, ist sich sicher: "Kurze, prägnante Informationen, wie sie der ARD Text bietet, werden auch im digitalen Fernsehen ihren Platz behalten. Vom Sofa aus will man auf dem Bildschirm schließlich keine Romane lesen."

Das Jubiläum des Videotextes feiert der ARD Text mit einer neu gestalteten Internetseite mit vielen historischen und aktuellen Bildern, Texten, Quiz und Gästebuch unter der Adresse www.daserste.de/videotext.

Fans der liebevoll "Klötzchengrafik" genannten Optik kommen bei einem Videotext-Kunstwettbewerb auf ihre Kosten. Zum Jubiläum sucht die ARD Text-Redaktion die schönsten Pixelgrafiken im Videotextformat, um sie im ARD Text auszustellen.

Nähere Informationen zum Wettbewerb auf ARD Text Seite 740 und unter www.ard-text.de/text/740.

Mehr Informationen zum ARD Text finden akkreditierte Journalisten im Pressedienst online (https://presse.daserste.de) in der Rubrik "Pressemappen"

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