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Das Erste: "W wie Wissen" am 13. Dezember 2009 um 17.03 Uhr im Ersten

    München (ots) - Thema: Edle Steine

    Edelsteine aus der Pfalz Idar-Oberstein, die Stadt der Edelsteine. Alles dreht sich hier um glitzernde Klunker und funkelnde Kristalle. Zwei Edelsteinmuseen, eine Edelsteinbörse von internationaler Bedeutung und etwa 600 edelsteinverarbeitende Betriebe und Händler drängen sich in dem engen Tal. Ihr Standort ist historisch begründet, bis ins 18. Jahrhundert hinein lieferten die Minen der Region das Rohmaterial für die Schleifer und Goldschmiede. Und auch heute noch werden Schatzsucher hier fündig.

    Diamantentest - Falsches Funkeln? Diamanten sind Symbole für Wohlstand, Eleganz und Schönheit. Die aktuellen Fördermengen sind so hoch wie nie. Immer weitere Abbaugebiete werden mit immer größerem technischem Aufwand erschlossen. Doch die Sterne am Schmuckhimmel bekommen unliebsame Konkurrenz: Diamantimitate und synthetisch hergestellte Diamanten aus dem Labor werden immer besser und sind kaum noch von den Originalen zu unterscheiden. "W wie Wissen" macht den Test: Erkennen Experten den Unterschied?

    Blutdiamanten - Tödliches Geschäft An keinem anderen Rohstoff klebt so viel Blut wie am Diamanten. Mehr als fünfzig Prozent der weltweiten Schmuck-Diamanten werden in Afrika gefördert. Der Reichtum an Diamanten ist ein Segen für den Kontinent - aber auch ein Fluch: Um keinen anderen Rohstoff wurden so grausame Kriege geführt wie um diesen Edelstein. Auch wenn die Kriege in Sierra Leone und Angola inzwischen beendet sind: Der Handel mit Diamanten ist auch heute noch verbunden mit massiven Menschenrechtsverletzungen.

    Welt in Zahlen - Edelsteine Der größte bislang gefundene Rohdiamant heißt Cullinan. Er hatte 3.106 Karat, umgerechnet etwa 620 g, und wurde 1905 in Südafrika gefunden. 105 Diamanten wurden aus ihm geschliffen. Einer der beliebtesten Farbedelsteine ist der Smaragd. 48 Smaragde und 672 Brillianten funkeln auf einem weltbekannten Collier, das Maria Callas gehörte. Der vermutlich größte Aquamarin wurde 1910 in einer brasilianischen Mine gefunden. Er hatte 550.000 Karat, wog also 110 kg. Aus ihm entstanden 1.600 Einzelsteine.

    Hokuspokus mit Heilsteinen Besitzt ein Bergkristall magische Kräfte? Hält ein Achat das Böse vom Menschen fern? Prof. Gregor Markl, Mineraloge an der Universität Tübingen, hat sein ganzes Wissenschaftler-Leben den Edelsteinen verschrieben. Die Wirkung seiner Forschungsobjekte betrachtet er dennoch sehr nüchtern: "Ich habe von dieser angeblich heilenden Wirkung noch nichts gemerkt. Und was immer wir auch versuchen mit modernsten Methoden, wir sehen nichts von diesen angeblichen Strahlen." Sind Heilsteine nur fauler Zauber?

    Moderation: Dennis Wilms

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