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Das Erste ehrt Shirley MacLaine zum 75. Geburtstag
Ihre schönsten Filme im April und Mai 2009

    München (ots) - Es gibt nicht mehr viele Schauspielerinnen, denen man guten Gewissens den Titel "lebende Legende" zuschreiben würde. Bei Shirley MacLaine kann man sich keine bessere Bezeichnung vorstellen. Sie spielte in Klassikern von Hitchcock, Wilder oder Wyler und arbeitete mit Regisseuren wie Don Siegel ("Ein Fressen für die Geier"), Hal Ashby ("Willkommen Mr. Chance") und John Schlesinger ("Madame Sousatzka"); sie hat rund 40 internationale Filmpreise gewonnen, darunter einen Oscar (für "Zeit der Zärtlichkeit") sowie einen Golden Globe für ihr Lebenswerk. Geboren am 24. April1934 in der amerikanischen Provinz, zog es MacLaine mit dem Schulabschluss nach New York, um eine Broadway-Karriere - vor allem in Musicals - zu starten. 1955 wurde sie fürs Kino entdeckt und bekam prompt eine Hauptrolle in Alfred Hitchcocks schwarzer Komödie "Immer Ärger mit Harry". Bereits drei Jahre später erhielt sie für ihre Verkörperung einer leichtlebigen Provinzschönheit in Vincente Minnellis Drama "Verdammt sind sie alle" ihre erste Oscar-Nominierung. Noch im gleichen Jahr stellte sie mit einem fröhlichen Part in der Westernkomödie "In Colorado ist der Teufel los" ihre darstellerische Vielseitigkeit unter Beweis. Tatsächlich zeichnen sich MacLaines schönste Rollen durch eine Mischung aus sanfter Melancholie und unbeschwerter Lebensfreude aus. So auch ihre Darstellung einer unglücklich verliebten Sekretärin in Billy Wilders Tragikomödie "Das Appartement" (1960), welche ihr die zweite Oscar-Nominierung einbrachte. Nach dem Erfolg dieses Films arbeitete MacLaine 1963 erneut mit Wilder und Jack Lemmon zusammen: In "Das Mädchen Irma La Douce" verkörpert sie eine Pariser Prostituierte, die einem naiven Polizisten den Kopf verdreht - und beweist, dass sie wie kaum eine andere Schauspielerin zugleich umwerfend vulgär und anrührend verletzlich wirken kann. "Ich möchte, dass Frauen emanzipiert sind und trotzdem mit ihrem hübschen Hintern wackeln können", hat die politisch aktive MacLaine einmal in typischer Direktheit über ihre zahlreichen Prostituierten-Rollen gesagt. Ihre mütterliche Seite hingegen durfte sie 1977 in dem Familiendrama "Am Wendepunkt" zeigen, in dem sie eine alternde Ballett-Tänzerin verkörpert - prompt erhielt sie ihre fünfte Oscar-Nominierung. Doch obwohl die MacLaine alles erreicht hat, wovon eine Schauspielerin träumen darf, ist sie auch mit 75 kein bisschen träge: Im vergangenen Jahr stand sie unter anderem als Coco Chanel und für das Drama "Poor Things", das erst nach 2009 im Ersten zu sehen sein wird, vor der Kamera - sicherlich zu Ehren der großen, unkonventionellen Shirley MacLaine.

    15. April 2009, 0.50 Uhr Das Appartement THE APARTMENT | USA 1960 Darsteller: Jack Lemmon, Shirley MacLaine, Ray Walston, Fred MacMurray Regie: Billy Wilder

    22. April 2009, 0.50 Uhr Das Mädchen Irma La Douce IRMA LA DOUCE | USA 1962 Darsteller: Shirley MacLaine, Jack Lemmon, Lou Jacobi, Herschel Bernardi Regie: Billy Wilder

    27. April 2009, 1.05 Uhr Immer Ärger mit Harry THE TROUBLEWITH HARRY | USA 1955 Darsteller: Shirley MacLaine, John Forsythe, Edmund Gwenn, Mildred Natwick Regie: Alfred Hitchcock

    28. April 2009, 0.35 Uhr Verdammt sind sie alle SOME CAME RUNNING | USA 1958 Darsteller: Frank Sinatra, Shirley MacLaine, Dean Martin, Martha Hyer Regie: Vincente Minnelli

    29. April 2009, 0.50 Uhr Madame Sousatzka Großbritannien 1988 Darsteller: Shirley MacLaine, Peggy Ashcroft, Twiggy, Shabana Azmi Regie: John Schlesinger

    5. Mai 2009, 0.35 Uhr In Colorado ist der Teufel los THE SHEEPMAN | USA 1958 Darsteller: Glenn Ford, Shirley MacLaine, Leslie Nielsen, Edgar Buchanan Regie: George Marshall

    6. Mai 2009, 0.50 Uhr Am Wendepunkt THE TURNING POINT | USA 1976 Darsteller: Shirley MacLaine, Anne Bancroft, Leslie Browne, Mikhail Baryshnikov Regie: Herbert Ross

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