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Das Erste: "W wie Wissen" am 1. Juni 2008 um 17.03 Uhr im Ersten

München (ots) - Thema: Acker 2010 Vertikaler Ackerbau Die Menschheit wächst und wächst. Können die vielen Menschen in Zukunft noch ernährt werden? Wissenschaftler haben eine Vision: Der Anbau von Obst und Gemüse soll in der Zukunft nicht mehr "auf dem Land" stattfinden, sondern genau dort, wo die Erzeugnisse auch konsumiert werden: In den Städten sollen Wolkenkratzer entstehen, die Nahrung und sauberes Wasser produzieren und die benötigte Energie dabei selbst erzeugen. Ob diese Rechnung aufgehen kann, soll sich bald zeigen: Im Juli ist Baubeginn für einen gigantischen Agrarpark in China - ein Projekt holländischer Wissenschaftler. Schon zur Weltausstellung im Jahr 2010 soll dort geerntet werden. "Precision Farming" Wenn in Baasdorf, eine Autostunde nordwestlich von Leipzig, morgens der Bauer auf den Acker fährt, dann hat er Computer und Satellitensteuerung mit an Bord. Hier beginnt die Zukunft der Landwirtschaft: Präzisionsackerbau, "Precision Farming" sagen dazu die Experten. Der Wissenschaftler Prof. Dr. Bernd Dohmen ist überzeugt: Moderne Informationstechnologien im Ackerbau verhelfen dem Bauern zu höheren Erträgen bei gleichzeitig mehr Umweltschutz. Kann sich diese Form des Ackerbaus durchsetzen? Die Welt in Zahlen Getreide, Reis und Soja - Ackerfrüchte sind die Basis unserer Ernährung. Doch immer mehr Menschen wollen immer mehr Fleisch essen. Die Welt in Zahlen rechnet vor, wie viel der weltweite Fleischhunger kostet. Pharming Medikamente vom Acker: Pharming ist ein Kunstwort, zusammengesetzt aus den Wörtern Pharma und dem englischen "Farming" für Ackerbau. Mithilfe von genetisch veränderten Nutztieren oder auch Pflanzen will man die Herstellung von pharmazeutischen Produkten vereinfachen - indem das Stoffwechsel- bzw. Synthesesystem von Tieren oder Pflanzen "ganz nebenbei" jene Wirkstoffe produzieren, die mit industriellen Verfahren nur mühsam oder sehr kostspielig herzustellen sind. Die Hoffnung der Wissenschaftler: Die Pharming-Produkte könnten für Menschen verträglicher sein als herkömmliche Medikamente. Doch die Versuche sind umstritten. Schont Öko-Landbau unser Klima? Einige Experten schätzen, dass bis zu 14% des vom Menschen verursachten Klimawandels auf das Konto der Landwirtschaft geht. Bekannt ist beispielsweise, dass Rinder bei ihrer Verdauung klimaschädliches Methan ausstoßen. Aber nicht nur die Tierhaltung ist ein Problem: An der TU München in Weihenstephan untersucht Prof. Klaus-Jürgen Hülsbergen, wie sich verschiedene landwirtschaftliche Nutzungssysteme auf unser Klima auswirken. Wie viel Kohlendioxid entsteht zum Beispiel auf einem Getreide- oder Maisacker? Und: Ist Bio-Landbau besser fürs Klima als konventioneller Ackerbau? "W wie Wissen" war bei den Feldversuchen dabei. Moderation: Dennis Wilms Pressekontakt: Redaktionelle Koordination: Carola Richter, BR "W wie Wissen" im Internet unter www.DasErste.de/wwiewissen Fotos unter www.ard-foto.de Pressekontakt: Agnes Toellner, Presse und Information Das Erste, Tel.: 089/5900-3876, E-Mail: Agnes.Toellner@DasErste.de Presseanfragen Dennis Wilms: Enno Wiese, Tel.: 030/ 850 73 790, Fax: 030/850 73 799 E-Mail: mail@bbm-pr.de Original-Content von: ARD Das Erste, übermittelt durch news aktuell

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