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Neue Presse Hannover: Kommentar Ölpest: Kein Ausweg aus der Katastrophe

Hannover (ots) - An Fantasie, das kann man jetzt schon sagen, mangelt es dem Ölkonzern British Petrol, kurz BP, nicht. Dünne Schläuche und Chemikalien hat man ausprobiert, Zement ist im Gespräch, sogar Golfbälle will das Unternehmen nun abschießen, um ihr Bohrloch am Meeresgrund zu verschließen. Bisher waren die Rettungsmaßnahmen weitgehend erfolglos, und deswegen treten immer noch Tag für Tag hunderte Tonnen Öl aus und versauen die US-Küste. Kein Wunder, dass die US-Regierung langsam ungeduldig wird und bezweifelt, ob BP wirklich weiß, was man da macht. Es wirkt reichlich hilflos, wie der britische Ölriese mit immer neuen Maßnahmen versucht, das Bohrloch in 1500 Meter Tiefe zu schließen und offenbar völlig im Dunkeln tappt. Dabei ist nur mal wieder das passiert, was schon öfter in der Menschheitsgeschichte geschah: Jemand (in diesem Fall ein Konzern) hat das wissenschaftlich Machbare ausprobiert - und hat keinen Plan, was man tun soll, wenn etwas schief geht. Sowohl BP als auch die US-Regierung stehen vor einem Desaster: Weder der Ölriese noch die Weltmacht USA bekommen das größte Umweltdesaster des Landes in den Griff. Darauf zu warten, dass die Ölquelle irgendwann von alleine aufhört zu sprudeln, wird nicht reichen. Schon jetzt ist das sensible Ökosystem im Golf von Mexiko auf Jahrzehnte ruiniert.

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