DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft

DEG Newsletter Januar 2001

Köln (ots) - Public-Private Partnership "Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft" - gemeinsame Projekte deutscher Unternehmen und Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit In Malaysia startet eine führende deutsche Baumschule ein Aufforstungsprojekt. In Thailand hat ein Unternehmen der Wassertechnik eine Produktionsstätte errichtet und jetzt mit der Ausbildung von Zulieferunternehmen der Region begonnen, um die Qualität der Zulieferung sicherzustellen. In seinem indischen Tochterunternehmen errichtet ein mittelständischer Textilhersteller eine neue Pumpstation, die nicht nur das Werk sondern auch das angrenzende Dorf mit Wasser versorgt. Drei Beispiele aus Asien, die zeigen, dass auch deutsche kleine und mittelständische Unternehmen zunehmend in Entwicklungsländern investieren. Mit ihrem Engagement transferieren sie moderne Technologie, bilden Fachkräfte aus und steigern damit die Prosperität vor Ort. Zwischen öffentlichen entwicklungspolitischen Zielen und unternehmerischem Engagement gibt es zahlreiche gemeinsame Interessen. Das Programm "Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft" (Public-Private-Partnership) des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zielt darauf, diese Interessen auch gemeinsam zu verfolgen. Viele deutsche Unternehmen sind in Sachen Umwelt, Ausbildung und Arbeitsplatzsicherheit bei ihren Investitionen in Entwicklungsländern sehr engagiert und würden gern noch mehr tun. Ihnen ist bewusst, nur wer vor Ort ein umwelt- und sozialverträgliches Arbeitsumfeld schafft, kann auf Dauer gute Geschäfte machen. Im Rahmen des Public-Private-Partnership-Programmes fördert die DEG im Auftrag des BMZ investitionsvorbereitende oder -begleitende Maßnahmen deutscher Unternehmen mit einer nachhaltig positiven Wirkung vor Ort. Eine Vielzahl von Investitionsbereichen sind hier angesprochen: Dies sind u.a. Umweltschutz, Aus- und Weiterbildung, Infrastruktur, Qualitätssicherung, Qualifizierung, Pilotanlagen, Produkt- und Verfahrensanpassung an lokale Gegebenheiten oder Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz. Das Programm dient als flexible Förderung für Vorhaben, die nicht gesetzlich erforderlich sind bzw. gefördert werden oder zum Kerngeschäft des Unternehmens gehören und ohne öffentliche Unterstützung wegen der höheren Risiken und/oder Kosten nicht realisiert würden. Es stellt somit Mittel für Projekte bereit, die jeder Unternehmer gern durchführen möchte, sich oft aber in seiner augenblicklichen wirtschaftlichen Lage nicht imstande sieht, sie anzugehen, obwohl sie sich mittelfristig wirtschaftlich lohnen und oftmals zu einem Imagegewinn führen können. Das Programm spricht dabei deutsche Unternehmen unabhängig von Umsatz und Branche an. Die Erfahrungen der DEG, die bisher mehr als 120 PPP-Projekte gemeinsam mit deutschen Unternehmern in Entwicklungsländern realisierte, zeigen, dass insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen dieses Programm nutzen. Die DEG übernimmt bis zu 50 Prozent der Kosten der Maßnahme aus Mitteln des Bundes. Sie berät die Partner in allen Phasen kompetent und umfassend, u.a. bei der Strukturierung des Projektes und durch ihre langjährigen Länderkenntnisse und -erfahrungen. * Programmfinanzierung - Tel.: (0221) 49 86-476 - Fax: - 176 - e-mail: ppp@deginvest.de Neue Projekte Deutsches Unternehmen investiert in Brandschutz in Nigeria Im westafrikanischen Nigeria gründet Jobst Kruttke, Gesellschafter der INTERTEC Industrie Service GmbH, Hamburg, das Safety Centre International. Neben einem Wartungs- und Servicebetrieb von Brandschutzgeräten entsteht das erste Trainingscenter für Brandbekämpfung in Westafrika. Dringend erforderlich in einem Land, das zu den führenden Erdöl- und Erdgasproduzenten der Welt zählt. Aufgrund mangelhaften Brand- und Sicherheitsschutzes ereigneten sich dort in den vergangenen Jahren immer wieder Explosions- und Brandkatastrophen. Zu den Kunden des Safety Centre International mit Sitz in Port Harcourt im Nigerdelta gehören vor allem die dort ansässigen Erdöl- und Erdgasunternehmen. Die Anlagen und Geräte werden zum Großteil aus Deutschland, u.a. von der Dräger Sicherheitstechnik GmbH geliefert, die zugleich technischer Partner im Projekt ist. Das Lübecker Unternehmen sieht in Nigeria und der Region einen wachstumsträchtigen Markt für seine Produkte. Um im risikoreichen Umfeld Nigerias mit Erfolg zu investieren, ist ein erfahrener Finanzpartner gefragt. Die DEG, die auf langfristige Investitionen in Afrika, Asien, Lateinamerika und Mittel- und Osteuropa spezialisiert ist, gewährte ein langfristiges Darlehen von 950.000 Euro und war bereit, sich mit ca. 10 Prozent am Eigenkapital zu beteiligen. Bereits in der Projektentwicklungsphase arbeitete die DEG eng mit Herrn Kruttke zusammen und sie konnte darüber hinaus mit der International Finance Corporation (IFC) einen weiteren Finanzierungspartner gewinnen. Ab April nächsten Jahres können dank deutscher Investition und Technik Brände besser bekämpft werden. * Hubertus Graf Plettenberg - Tel.: (0221) 49 86-141 - Fax: - 292 - e-mail: pb@deginvest.de Aus unseren Außenbüros Thailand Herbert Jäger hat am 1. Dezember 2000 die Leitung des DEG-Außenbüros in Bangkok, Thailand übernommen und seine Vorgängerin, Maria Spölgen, nach vier Jahren Tätigkeit vor Ort abgelöst. Durch ihre Präsenz vor Ort unterstützt die DEG insbesondere deutsche Unternehmer bei der Suche nach geeigneten Kooperationspartnern und steht ihnen bei geplanten Investitionsvorhaben in allen Phasen der Vorbereitung und Implementierung zur Seite. Von Thailand aus werden auch die Nachbarländer Kambodscha und Laos mit berücksichtigt. Die DEG verfügt über eigene Außenbüros in Beijing/ VR China, Berlin, New Delhi/Indien, Jakarta/Indonesien, Johannesburg/Republik Südafrika, Sao Paulo/Brasilien. In diesem Jahr soll ein weiteres Büro in Mexiko City eröffnet werden. * Herbert Jäger - Tel.: 00 66 - 2 - 670 05 - 58 - Fax: - 59 - e-mail: degrasp@ji-net.com Neu erschienen Mexiko-Länderanalyse Gemeinsam mit dem F.A.Z-Institut hat die DEG eine neue Länderanalyse Mexiko herausgegeben, in der die Entwicklung des mexikanischen Marktes analysiert und prognostiziert wird. Darüber hinaus wird über die deutsch-mexikanischen Handels- und Wirtschaftsbeziehungen, das Geschäftsklima in Mexiko sowie Investitions- und Außenhandelsbedingungen informiert. Ein Sonderteil stellt die Möglichkeit der Förderung von investitionsvorbereitenden oder -begleitenden Maßnahmen durch das Public-Private-Partnership-Programm des Bundes vor. * Ausgabe Januar 2001, 85,60 DM (Einzelverkaufspreis) zu bestellen bei DEG: Deutscher Markt - Tel.: (0221) 49 86-401 - Fax: - 290 - e-mail: deutschermarkt@deginvest.de ots Originaltext: DEG Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft Belvederestraße 40 50933 Köln Telefon: (02 21) 49 86-0 Telefax: (02 21) 49 86-2 90 http://www.deginvest.de Original-Content von: DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft, übermittelt durch news aktuell

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