DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft

Pressekonferenz
DEG-Gewinn 1999 über 140 Mio DM

    Köln (ots) -
    
    Projekte zur Überwindung von Krisen, kriegerischen
Auseinandersetzungen und Naturkatastrophen
    
    Entwicklungspolitische Wirkung des DEG-Geschäfts steigern
    
    Wirtschaft muss Globalisierungschance besser nutzen
    
    Mit einem Gewinn von 141,1 Mio DM nach Steuern erzielte die DEG -
Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH im
Geschäftsjahr 1999 ein sehr gutes Geschäftsergebnis. Das operative
Ergebnis vor Steuern verbesserte sich erheblich auf 174,5 Mio DM.
Diese angesichts der fortdauernden Auswirkungen der Krisen in Asien
und Russland in zahlreichen DEG-Partnerländern erfreuliche
Ergebnisentwicklung begründete DEG-Geschäftsführer Dr. Stephan
Kinnemann bei der heutigen Vorstellung des Geschäftsberichtes 1999 in
Bonn mit einer insgesamt leicht entspannteren Risikolage, die eine
Reduzierung des entsprechenden Vorsorgeaufwandes gegenüber dem
Vorjahr ermöglicht habe. Von entscheidender Bedeutung seien jedoch
auch erhebliche außerordentliche Erträge aus einer Umstellung des
Berechnungsverfahrens der Risikovorsorge. Per Saldo ergab sich so
eine ertragswirksame Netto-Auflösung von Risikovorsorge in Höhe von
39,4 Mio DM.
    
    Satzungsgemäß wird der Bilanzgewinn der DEG nicht ausgeschüttet,
sondern in die Rücklagen eingestellt. Dies stärkt die
Leistungsfähigkeit der DEG für die Zukunft und trägt zur Vergrößerung
des Wachstumspotenzials des Unternehmens bei.
    
    Projekte zur Überwindung von Krisen, kriegerischen
Auseinandersetzungen und Naturkatastrophen
    
    Trotz einiger vielversprechender neuer Projektansätze im
Neugeschäft war das Geschäftsjahr 1999 immer noch durch Maßnahmen zur
Bewältigung der Folgen von Krisen, kriegerischen Auseinandersetzungen
und Naturkatastrophen geprägt. In den von den Auswirkungen der
Finanzkrisen in Südostasien und Russland betroffenen Ländern hat die
DEG mit zahlreichen  Rehabilitationsmaßnahmen, Umschuldungen und
Stundungsvereinbarungen in bestehenden Projekten gezeigt, dass sie
auch in Krisenzeiten ein verlässlicher Partner ist.
    
    
    Auch in den von Naturkatastrophen und kriegerischen
Auseinandersetzungen betroffenen Regionen stellte die DEG zusätzliche
Mittel für den Wiederaufbau bereit. So finanzierte die DEG vom
Hurrikan Mitch betroffene kleine und mittlere Unternehmen durch eine
Kreditlinie in Zentralamerika und engagierte sich verstärkt im Rahmen
des Stabilitätspaktes Südosteuropa, z.B. jüngst durch die
Mitfinanzierung einer privaten Fensterfabrik im Kosovo. Auch in der
Türkei finanzierte die DEG zwei Projekte zum Wiederaufbau privater
Unternehmen in der Erdbebenregion mit.
    
    Im Laufe des Jahres mehrten sich die Anzeichen dafür, dass die
Volkswirtschaften in einigen Ländern wieder Fuß fassen. In Ländern
mit guten Wachstumschancen sorgten Aufhellungen in der
konjunkturellen Entwicklung für eine rege Nachfrage nach den
Finanzierungsleistungen der DEG für Neuinvestitionen, u.a. in
Indonesien, Tansania und Ägypten.
    
    Entwicklungspolitische Wirkung des DEG-Geschäfts steigern
    
    Wesentliche Rahmenbedingungen des DEG-Auftrages haben sich in den
letzten Jahren verändert. Verständnis und Aufgabenstellung von
Entwicklungspolitik haben sich ebenso gewandelt wie Rolle und
Bedeutung des privaten Sektors in den Entwicklungs- und
Reformländern. Bedeutsamer vielleicht noch für die Arbeit der DEG
sind die im Zuge der Globalisierung deutlich angewachsenen
Kapitalströme in Form von Direktinvestitionen in Entwicklungsländer.
Ende der 80er Jahre wurden die privaten Kapitalströme in
Entwicklungs-und Reformländer von den Kapitaltransfers im Rahmen der
öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit noch deutlich übertroffen.
Nur zehn Jahre später kehrte sich die Entwicklung um: Die privaten
Kapitalströme waren Ende der 90er Jahre zehnmal so hoch wie die
öffentlichen.
    
    In einem ausführlichen Diskussionsprozess hat die DEG die
veränderten Rahmenbedingungen analysiert und daraus ein neues
Unternehmenskonzept und  organisatorische Veränderungen abgeleitet.
"Durch eine konzeptionelle Neuausrichtung und organisatorische
Veränderungen wollen wir es möglich machen", so Kinnemann, "dass
private unternehmerische Initiative noch stärker zur Überwindung von
Entwicklungsengpässen genutzt werden kann. Unser erklärtes Ziel ist
es, die entwicklungspolitischen Wirkungen unseres Engagements bei
Sicherung einer angemessenen Eigenkapitalrendite zu maximieren."
    
    
    Die DEG wird zukünftig nicht nur Projektfinancier, sondern noch
stärker Projektentwickler sein, d.h. durch die Kombination von
umfassenderen Beratungs- und Finanzierungsleistungen wird sie
verstärkt integrierte Problemlösungen anbieten. Gerade die für die
DEG wichtige Zielgruppe der deutschen mittelständischen Unternehmen
erwartet ein Leistungsbündel aus einer Hand, das neben der
problemadäquaten Finanzierung meist auch umfassende Beratung und
Betreuung in jeder Projektphase umfasst. "Unsere große Sorge ist", so
Kinnemann, "dass die deutsche Wirtschaft die Chancen, die sich aus
der Globalisierung und der Öffnung bisher staatlich dominierter
Bereiche wie dem Infrastruktursektor weltweit ergeben, zu verpassen
droht."
    
    In den letzten zehn Jahren ist es der DEG gelungen, ihre
Geschäftstätigkeit deutlich auszuweiten und zu rentabilisieren. Heute
gilt es, diese erweiterten Wirkungsmöglichkeiten und die erhöhte
wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Unternehmens für die
Steigerung seiner entwicklungspolitischen Leistungen unter
veränderten Schwerpunktsetzungen zu nutzen.
    
    99'er DEG-Geschäft in Zahlen
    +++ Im Geschäftsjahr 1999 erteilte die DEG 77 Finanzierungszusagen
in Höhe von insgesamt 670,7 Mio DM. +++ Das Gesamtinvestitionsvolumen
der von der DEG mitfinanzierten Investitionsvorhaben betrug rund 2,4
Mrd DM. +++ Die Neuzusagen 1999 verteilten sich auf 38 Länder und
Gebiete. +++ Erstmals engagierte sich die DEG in Albanien und
Mazedonien. +++ Von den Finanzierungszusagen 1999 entfielen 655,7 Mio
DM auf das Eigengeschäft und 15 Mio DM auf das Treuhandgeschäft. +++
Für 48 neue Partnerunternehmen stellte die DEG erstmals Mittel in
Höhe von 475,1 Mio DM bereit, für Folgefinanzierungen wurden
insgesamt 195,6 Mio DM zugesagt. +++ Von den direkten
Investitionsfinanzierungen (ohne Finanzierungsinstitute) des
Berichtsjahres mit einem Volumen von 400,1 Mio DM entfielen 104,6 Mio
DM (26 %) auf Projekte mit Partnern aus Deutschland und 57,9 Mio DM
(14 %) auf Projekte mit Partnern aus anderen Mitgliedsländern der
Europäischen Union (EU). +++ Finanzierungen in Höhe von 181,0 Mio DM
wurden für Projekte in Ländern mit niedrigem Einkommen - d.h. mit
einem jährlichen Pro-Kopf-Einkommen bis zu 760 US-Dollar in 1998 -
zugesagt. +++ Die Auszahlungen beliefen sich auf 639,9 Mio DM. +++
Die Rückflüsse im Eigengeschäft betrugen 454,2 Mio DM. +++ Das
Umsatzvolumen der bearbeiteten Beratungsaufträge erreichte 8,9 Mio
DM. +++ Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf 174,5 Mio DM. +++
    
ots Originaltext: DEG - Deutsche Investitions- und
Entwicklungsgesellschaft mbH
Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de


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