Heidelberger Druckmaschinen AG

Heidelberg erzielt in den ersten neun Monaten einen Umsatz von rund 3,6 Milliarden Euro und bestätigt hohes Vorjahresniveau / Auftragseingang und betriebliches Ergebnis unter Rekord-Vorjahr

    Heidelberg (ots) -          Drittes Quartal geprägt von schwacher Konjunktur          Unternehmen hat Wachstumsziele weiterhin fest im Visier          Die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) hat in den ersten neun Monaten (1. April bis 31. Dezember) des Geschäftsjahres 2001/2002 den hohen Vorjahresumsatz bestätigt. So stieg der Umsatz der Heidelberg-Gruppe um 0,8 Prozent auf rund 3,6 Milliarden Euro.          Die Auftragseingänge lagen im gleichen Zeitraum mit 3,5 Milliarden Euro rund 19 Prozent unter dem hohen Niveau des Drupa-Jahres 2000. "Hier haben sich die Investitionszurückhaltung in den USA seit Beginn des vergangenen Kalenderjahres und zusätzlich die Auswirkungen der stark nachlassenden Weltwirtschaftskonjunktur seit September 2001 bemerkbar gemacht," sagte Bernhard Schreier, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. "Dies ändert aber nichts an unseren Wachstumszielen, wir halten weiterhin daran fest", fügte er hinzu. Mit einer Drei-Säulen-Strategie werde das Unternehmen die Aufgaben und Herausforderungen der kommenden Jahre in der grafischen Industrie angehen. Dabei gehe es um den Ausbau der Marktführerschaft im Offsetbereich und das Erreichen der führenden Rolle bei der Weiterverarbeitung. Die dritte Säule sei der Digitaldruck - hier strebe Heidelberg im Verlauf der nächsten Jahre ebenfalls einen Spitzenplatz im internationalen Wettbewerb an.          Das betriebliche Ergebnis betrug in den ersten neun Monaten 161 Millionen Euro und sank damit um rund 47 Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert. Das Ergebnis nach Steuern lag im gleichen Zeitraum mit 84 Millionen Euro rund 49 Prozent unter dem Wert aus dem Geschäftsjahr 2000/2001. Für das Gesamtjahr geht Heidelberg weiterhin davon aus, durch die im zweiten Halbjahr eingeleiteten Maßnahmen die gesteckten Ziele zu erreichen. "Die umgesetzten Schritte werden sich im laufenden Quartal (1. Januar bis 31. März 2002) ergebnissteigernd auswirken", sagte Finanzvorstand Dr. Herbert Meyer. Dazu zähle die weiterhin kräftige Anpassung der Produktionskapazitäten an den rückläufigen Geschäftsverlauf, die deutliche Reduzierung der Vorräte, die Erreichung des Kostensenkungsprogramms in Höhe vom 100 Millionen Euro und die erwartete Trendwende in der Sparte Web Systems (Rollenoffset).          Zum 31. Dezember 2001 beschäftigte die Heidelberg-Gruppe weltweit rund 25.700 Mitarbeiter.          Entwicklung in den Sparten - Ergebnisverbesserung bei Digital und Web

    Der Umsatz der Sparte Digital sank um rund 15 Prozent auf 482
Millionen Euro. Das betriebliche Ergebnis belief sich auf minus 88
Millionen Euro. Allerdings konnte im dritten Quartal bei einem Umsatz
von 149 Millionen Euro das negative Ergebnis gegenüber den
Vorquartalen erheblich reduziert werden. Sehr erfreulich verlief der
Verkaufsstart der neuen digitalen Farbdruckmaschine NexPress.
Heidelberg lagen zum Ende des dritten Quartals bereits über 130
Bestellungen vor.
    
    In der Sparte Web Systems (Rollenoffset) lag der Umsatz bei 454
Millionen Euro und damit nur noch sieben Prozent unter Vorjahr. Mit
einem Umsatz im dritten Quartal in Höhe von 236 Millionen Euro holte
der Bereich insgesamt auf. Das negative operative Ergebnis stieg auf
123 Millionen Euro - aber auch hier ist die Trendwende sichtbar. So
verringerte sich der Verlust im dritten Quartal gegenüber den
Vorquartalen deutlich.
    
    In der Sparte Sheetfed (Bogenoffset) stieg der Umsatz mit rund 2,4
Milliarden Euro um sieben Prozent. Das betriebliche Ergebnis betrug
368 Millionen Euro und übertraf den Vorjahreswert um zwei Prozent.
    
    Im Vergleich zum Vorjahreswert sank der Umsatz der Sparte
Finishing (Weiterverarbeitung) um rund zwei Prozent auf 277 Millionen
Euro. Aufgrund der Situation in den USA fiel das Betriebsergebnis von
21 Millionen Euro auf 4 Millionen Euro.
    
    Verlauf in den Regionen recht gut
    
    In den Regionen zeigte sich weiterhin ein ähnlicher Trend wie zu
den Halbjahreszahlen. Nach wie vor wird die Region NAFTA durch die
konjunkturelle Abkühlung in den USA und die dadurch gesunkene
Investitionsneigung geprägt. Dementsprechend verzeichnete die
Heidelberg-Gruppe in dieser Region einen Umsatzrückgang von rund 15
Prozent auf 958 Millionen Euro. Durchweg positiv verlief dagegen das
Geschäft in den anderen Regionen, obwohl sich auch hier das Wachstum
verlangsamte. So entwickelte sich die Region Asien/Pazifik mit einer
Steigerung des Umsatzes von rund 11 Prozent weiterhin erfreulich.
Auch in der Region Zentraleuropa stieg der Umsatz auf rund 1,4
Milliarden Euro. Darüber hinaus konnte Heidelberg in Osteuropa,
Zentral- und Südamerika und dem nahen Osten seine führende Stellung
durch weitere Umsatzsteigerungen ausbauen.
    
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