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Kölner Stadt-Anzeiger: Kölner Finanzamt lässt falsche Wohnung aufbrechen NRW-Finanzministerium entschuldigt sich

Köln (ots) - Das Finanzministerium NRW hat einen Bericht des "Kölner Stadt-Anzeiger" vom Mittwoch bestätigt, nach dem Mitarbeiter des Finanzamts Köln-Ost eine falsche Wohnung aufbrechen ließen, um eine Pfändung durchzuführen. "Dies bedauere ich ebenso wie die Oberfinanzdirektion NRW und das Finanzamt Köln-Ost", sagte Pressesprecher Peter Mönkediek. Das berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger" in seiner Donnerstagausgabe.

Vor gut zwei Wochen hatte der 49-Jährige Dirk F. vor seiner Wohnung im Kölner Stadtteil Mülheim gestanden und die Tür nicht mehr aufschließen können. Das Schloss war ausgewechselt worden, laut Fischer gab es keine Benachrichtigung darüber. Erst durch eigene Recherche habe er schließlich erfahren, dass die neuen Schlüssel auf einer Polizeiwache hinterlegt wurden.

Der Bund der Steuerzahler (BDSt) NRW übt scharfe Kritik am Vorgehen des Finanzamts Köln-Ost. "Die Unverletzlichkeit der Wohnung ist im Grundgesetz festgeschrieben. Beim kleinsten Zweifel hätte man genau prüfen müssen, ob man die richtige Wohnung öffnen lässt", sagte BDSt-Justiziarin Katharina te Heesen. "Es kann ja nicht sein, dass man einfach Törchen-öffne-dich spielt", so te Heesen. Eine einfache Recherche beim Einwohnermeldeamt hätte nach Informationen des "Kölner Stadt-Anzeiger" ergeben, dass im betreffenden Haus ein weiterer Bewohner mit demselben Nachnamen gemeldet ist.

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