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Kölner Stadt-Anzeiger: Nachzahlung der Mütterrente verzögert sich in zehntausenden Fällen - Grund ist der enorme Verwaltungsaufwand

Köln (ots) - Seit dem 1. Juli ist die bessere Anerkennung von Erziehungszeiten für Kinder in Kraft, die vor 1992 geboren sind. Betroffene Rentnerinnen, die ihr Altersgeld von der Rentenversicherung-Rheinland bekommen, erhalten jedoch erst im September eine Nachzahlung, berichtet der "Kölner-Stadt-Anzeiger" (Montagsausgabe). Frauen, die ihre Rente von der Rentenversicherung-Bund (früher Bundesversicherungsanstalt für Angestellte) beziehen, bekommen dagegen schon im August die Nachzahlung. Von Oktober an ist dann in der monatlichen Überweisung die vom Bundestag beschlossene Erhöhung enthalten (pro Kind monatlich 28,14 Euro). Annegret Kruse, Geschäftsführerin bei der Rentenversicherung-Rheinland, begründet den unterschiedlichen Auszahlungsmodus mit dem enormen Verwaltungsaufwand. "Anders war das nicht zu schaffen." Allein die beiden Rententräger in NRW mussten dafür 900 000 Rentenbescheide anpassen. Bundesweit sind 2,9 Millionen "Mütterrenten" betroffen. Laut Kruse sei die Verbesserung trotz des scheinbar kleinen Euro-Betrags für Frauen von enormer Bedeutung, da sie oft nur niedrige Renten hätten. Manche würde dadurch überhaupt erst einen Rentenanspruch erwerben.

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