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Kölner Stadt-Anzeiger: Deutsche Hauptstelle für Suchfragen nennt Cannabis-Urteil "nachvollziehbar und sinnvoll"

Köln (ots) - Die Deutsche Hauptstelle für Suchfragen hat das Kölner Urteil, das Kranken den Anbau von Cannabis erlaubt, als "nachvollziehbar und sinnvoll" bezeichnet. "Es handelt sich um eine Notlösung für austherapierte Patienten", sagte Geschäftsführer Raphael Gaßmann dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Mittwoch-Ausgabe). Das Urteil sei auch deshalb nicht kritisch zu sehen, "da der Patient ja schon andere Schmerzmittel konsumiert hat und Cannabis keine kritischere Substanz ist". Der große Unterschied sei nur, dass das Schmerzmittel nicht aus der Apotheke komme, sondern selbst angebaut wird. "Das heißt, zum ersten Mal entzieht sich die medikamentöse Behandlung dem ökonomischen Kreislauf."

Der Deutsche Hanf Verband begrüßte das Urteil. Die Richter stellten klar, "dass drei der Kläger sowohl alle Behandlungsalternativen ausgeschöpft als auch angemessene Sicherungsvorkehrungen zum Cannabisanbau in der eigenen Wohnung getroffen haben", teilte der Verband auf Anfrage des "Kölner Stadt-Anzeiger" mit. Damit schrumpfe der Ermessensspielraum des Bundesamtes für Arzneimittel und Medizinprodukte, solche Anträge abzulehnen, noch mehr.

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