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Kölner Stadt-Anzeiger: Oberreuter rügt CSU

    Köln (ots) - Politologe Oberreuter hält CSU-Kritik an Sozialministerin Haderthauer für "unüberlegt, unverhältnismäßig  und ungewöhnlich" - Nervosität Seehofers im Europa-Wahlkampf als Motiv vermutet.

    Köln - <$0> Der Politikwissenschaftler und CSU-Experte Heinrich Oberreuter hat die parteiinterne Kritik an Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) wegen ihrer Distanzierung vom früheren CSU-Vorsitzenden Franz Josef Strauß gerügt. "Franz Josef Strauß ist die große politische Persönlichkeit der CSU", sagte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Mittwoch-Ausgabe). "Gleichwohl ist Strauß kein Heiliger. Und er selbst würde sich heute dagegen verwahren, ihn zu einer sakrosankten Ikone der Partei zu stilisieren." Oberreuter nannte die Überlegung des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU), Harderthauer deshalb aus der Regierung zu werfen, "unüberlegt, unverhältnismäßig und ungewöhnlich". Die Angst vor der Fünf-Prozent-Hürde bei der Europawahl und die Sorge, Stammwähler zu verprellen, scheine "die Ursache dafür zu sein, warum man hier so empfindlich reagiert - wobei ich vermute, dass die Reaktion der Parteispitze der ganzen Sache sehr viel Aufmerksamkeit zugetrieben hat, als ihr normalerweise zugekommen wäre. Ein Rundfunkinterview im Ingolstädter Lokalsender wird ja sonst gar nicht zur Kenntnis genommen."

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