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Kölner Stadt-Anzeiger: Farhang: Entführter Deutscher in Afghanistan in der Hand von Kriminellen Afghanischer Industrieminister warnt Bundesregierung vor Alleingängen

    Köln (ots) - Der in Afghanistan entführte Deutsche Harald Kleber befindet sich nach Angaben des afghanischen Handels- und Industrieministers Amin Farhang in der Hand von Kriminellen, die 50.000 Dollar Lösegeld für dessen Freilassung fordern. "Die Entführung hat einen kriminellen Ursprung", sagte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Mittwoch-Ausgabe). "Zunächst haben die Entführer 100.000 Dollar Lösegeld gefordert, jetzt wollen sie 50.000 Dollar. Wenn man hart bleibt, geben sie vielleicht auf." Farhang mahnte: "Die Bundesregierung sollte nichts hinter dem Rücken der afghanischen Behörden unternehmen. Ein Alleingang würde die Anerkennung dieser Untaten bedeuten und andere ermuntern, Ähnliches zu tun. Es gibt in Herat sehr viele Entführungen, vor allem von einflussreichen Leuten." Kleber war am 16. Dezember in der ostafghanischen Provinz Herat aus seinem Auto verschleppt worden und ist seither verschwunden. Er lebte seit einigen Jahren in Afghanistan und soll eine Afghanin geheiratet haben, die offenbar einem anderen Mann versprochen war.

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