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RNZ: RNZ: Kommentar Atommüll

Heidelberg (ots) - Wenn es um Energiepolitik geht, führt sich die CSU immer mehr auf wie ein trotziges Kleinkind. "Ich will aber nicht" ist die einzige Argumentation, die der Bayernpartei einfällt - egal ob Stromtrassen oder die Rücknahme des Atommülls zur Verhandlung stehen. Außer Egoismus gibt es keinen vernünftigen Grund, die Vorschläge der Umweltministerin abzulehnen. Der Plan sieht eine durchaus faire Lastenverteilung zwischen den Ländern vor.

Dass sich ausgerechnet Bayern querstellt, ist unverfroren. Schließlich hat das Land auch einen Großteil des radioaktiven Abfalls produziert. Dass der Müll nach der Wiederaufbereitung irgendwo hin muss, war klar - auch wenn sich wohl niemand darüber freuen dürfte. Dennoch stehen die anderen Länder zu ihrer Verantwortung. Nur München nicht. Dabei hat auch die CSU zugestimmt, als ein Neuanfang für die Suche nach einem Atomendlager beschlossen wurde und Gorleben damit als Zwischenlösung wegfiel.

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