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RNZ: Magische Drei

Heidelberg (ots) - Von Klaus Welzel

So schön die Konjunkturerwartungen für 2010 auch sein mögen, sie zeigen zuallererst, dass auf die Institute traditionell kein Verlass ist. Erst war 2009 weniger schlimm als erwartet, dann fiel der Konjunkturschock 2010 gänzlich aus - obwohl die meisten staatlichen Stützprogramm wie die Abwrackprämie längst ausgelaufen sind. Stimmen denn wenigstens die jetzt verkündeten rosigen Aussichten? Ende August dürfte man zwar einigermaßen verlässliche Schätzungen für das Gesamtjahr erwarten. Aber ob die magische Drei wirklich vor dem Komma stehen wird, bleibt abzuwarten. Vom wirtschaftlichen Erfolg hängen natürlich auch die Gewerkschaftsforderungen für die nächste Tarifrunde ab. Ein Beispiel: Acht Prozent für die Mitarbeiter der Heidelberger Druckmaschinen - das passt nicht ins konjunkturelle Umfeld der Druckmaschinenbauer. Aber bei Tarifverhandlungen geht es gar nicht um einzelne Betriebe. Es geht - vor allem im Vorfeld - um die große Richtung. Und die zeigt nach Jahren der gewerkschaftlichen Bescheidenheit auf eine deutlich spürbare Lohnerhöhung. Angeblich, um den Binnenmarkt anzukurbeln. Wenn man jedoch bedenkt, dass ein boomender Asienmarkt die deutsche Wirtschaft viel stärker aufpäppeln kann als die Anschaffung des dritten Flachbildschirmfernsehers, dann dürfte die Drei die passende Tarifmarke 2011 werden. Mehr wäre übertrieben.

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