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RNZ: Rhein-Neckar-Zeitung, Heidelberg, zu: Finanztransaktionssteuer

Heidelberg (ots) - Wenn die schwarz-gelbe Koalition ihr Hasenherz schon mal über die Hürde geworfen hat, dann sollte sie jetzt auch nicht mehr herumeiern: Die Finanzindustrie darf nicht länger von einer der Umsatzsteuer adäquaten Abgabe verschont bleiben. Denn sie schafft im wahrsten Sinne unverdiente Werte und richtet auch dramatische volkswirtschaftliche Schäden an, die am Ende von den Steuerzahlern und Sparern getragen werden müssen. Wenn dieser schreiend ungerechte Zustand auf EU-Ebene nicht jetzt mit eine Finanztransaktionssteuer, dem Verbot offen unseriöser Geschäfte und der Regulierung fragwürdiger Geldvermehrungspraktiken beantwortet werden kann, wann dann? Jetzt, wo EU-Staaten und IWF mit einer Dreiviertelbillion Euro dafür bürgen, dass der Euro nicht umfällt? Merkel hat den Zug bestiegen. Gut so. Denn die Idee wird nicht dadurch falsch, dass sie die Opposition zuerst gehabt hat.

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