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RNZ: Rhein-Neckar-Zeitung, zu: Käßmann

    Heidelberg (ots) - Das übersteht die mit viel Vorschusslorbeer auf den Weg gebrachte EDK-Vorsitzende Margot Käßmann wohl nicht. Jedenfalls nicht unbeschädigt. Man mag es bedauern. Aber man kann ihre idiotische, geradezu lehrbuchhafte Alkoholfahrt jetzt  auch nicht in den Dunstkreis einer bequemen Verschwörungstheorie rücken: 1,54 Promille sind 1,54 Promille, egal, ob sie mit ihrem Predigermut in Sachen Afghanistan zuvor einigen Politikern auf die Füße gestiegen ist. Der obersten Kirchenrepräsentantin zieht ein solches Fehlverhalten den Boden der Glaubwürdigkeit unter den Füßen weg. Wie will sie,  und nur als Beispiel, die erschreckenden  Alkoholexzesse junger Menschen noch thematisieren? Dass Politiker ihrer gesellschaftlichen Vorbildrolle häufig nicht gerecht werden, wissen wir.  Wenn aber die geistlichen Leitfiguren, in deren Kernkompetenz alles fällt, was mit menschlichem Fehlverhalten zu tun hat, volltrunken die rote Linie, bzw. Ampel überfahren, dann zerfällt die öffentliche Moral vollends. Wenn keine glaubwürdigen Konsequenzen gezogen werden.

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