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RNZ: Rhein-Neckar-Zeitung, zu: Westerwelle

Heidelberg (ots) - Dass ihm der Laden aus dem Ruder läuft, ist Guido Westerwelle nicht verborgen geblieben. Aber erschwerend kommt hinzu, dass Angela Merkel die liberalen Selbstfindungsstörungen mit fein dosierten Signalen begleiten lässt, man sei an die FDP nicht gebunden. Man könne auch anders. Zum Beispiel schwarz-grün. Dass sich Westerwelle seit Tagen sozialpolitisch im Ton vergreift, hat einen Grund: Er profiliert die FDP ganz bewusst gegen die seiner Meinung nach sozialdemokratisierte Union der Angela Merkel. Mit seinem Satz: Wer dem Volk anstrengungslosen Wohlstand verspreche, lade zu spätrömischer Dekadenz ein, provoziert Westerwelle eine Neiddebatte von oben nach unten: Leistungserbringer gegen Leistungsempfänger. Angesichts der Schicksalhaftigkeit von Arbeitslosigkeit in der globalisierten Welt eine ziemlich zynische Kampfansage. Pressekontakt: Rhein-Neckar-Zeitung Manfred Fritz Telefon: +49 (06221) 519-0 Original-Content von: Rhein-Neckar-Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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