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RNZ: Rhein-Neckar-Zeitung, Heidelberg, zu: Guttenberg

    Heidelberg (ots) - Karl-Theodor zu Guttenberg ist inzwischen ganz Verteidigungsminister. Aber auch ein gewiefter Politiker. Er hat   seine erste, reflexhafte Einschätzung des Luftangriffs von Kundus korrigiert.  Aber  darauf verzichtet, den  überforderten Befehlshaber, Oberst  Klein, zu seiner eigenen Entlastung in die Pfanne zu hauen. Der Fisch hatte am Kopf gestunken, dort wurde nach den Informationspannen aufgeräumt. Militärisch war der angeforderte Bombenangriff ein klassischer "Overkill" - mit den bekannten Folgen. Und er widersprach den Isaf-Einsatzregeln. Aber Guttenberg billigt dem Oberst subjektive Gründe zu, von der Angemessenheit seines Handelns ausgegangen zu sein. So könnten das auch die Gerichte sehen. Und der Minister hat bewusst noch einmal auf die "kriegsähnlichen Zustände" hingewiesen. Auch das ein Wink mit dem Zaunpfahl - die Bundeswehr befindet  sich im Krieg, ihr Handeln ist dem Kriegsvölkerrecht unterworfen. Die Sache wird juristisch in jenem Sande verlaufen, in dem die geklauten Tanklaster steckenblieben. Guttenberg hat die Interessen der  Truppe gewahrt.   Berlin wird bezahlen.  Das Mandat wurde verlängert. Und der Kampf geht weiter, bis auch uns die von Obama formulierte Exit-Strategie befreit.

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