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RNZ: Rhein-Neckar-Zeitung, Heidelberg, zu: Linkspartei

    Heidelberg (ots) - Kaum hat Lafontaine bekannt gemacht, dass er sich heute zu einer Prostata-Operation unters Messer begibt, bricht bei der Linkspartei der  Macht- und Nachfolgekampf aus, der lange unter der Decke schwelte. Die Linke,  im Westen von der Eloquenz   Lafontaines getragen, zerfällt  in jene zwei Gruppierungen, aus denen sie gebildet worden ist: Der PDS-Anteil im Osten ist der dominanten Ein-Mann-Schau des Saarländers  überdrüssig. Jetzt drängen die PDS-Nachwuchspolitiker an die Macht, und der Bonus der WASG bei der Ämterbesetzung läuft nächstes Jahr aus. Der Zeitpunkt, zu dem  Bodo Ramelow, der    Verlierer von Erfurt, die Nachfolgedebatte lostritt, lässt jede Rücksicht vermissen. Lafontaine ist  mit seinem  Ziel gescheitert, einen ersten Saar-Brückenkopf mit linker Regierungsbeteiligung im Westen zu etablieren. Das - und seine erzwungene Auszeit - wirft die Linke zurück, eine Perspektive als gesamtdeutsche Partei zu entwickeln. Und ohne "Oskar" oder dessen politischen Frühstücksdirektor Gregor Gysi rückt dieses Ziel ganz schnell sehr weit weg.

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