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RNZ: Rhein-Neckar-Zeitung, Heidelberg, zu: Ärztetag

    Heidelberg (ots) - Die Diskussion auf und im Umfeld des Mainzer Ärztetags hat jetzt den Punkt erreicht, wo alle Teilnehmer nur noch nach Schuldigen suchen: Die Ärzte spielen die Banken-Rettungsmilliarden gegen die fehlenden Mittel für ein Gesundheitswesen aus, das alle Wünsche erfüllt. Thema verfehlt. Die Kassen prügeln auf die Ärzte und deren Honoraransprüche ein und setzen die Hunderttausende dagegen, die um ihren Job fürchten. Unterste Schublade. Da wird die Diskussion um die Gehälter der Kassenvorstände nicht lange  auf sich warten lassen. Und dann ist da noch jener  Doktor Hoppe mit seiner an kaltem Zynismus kaum überbietbaren Priorisierungs-Provokation. Klar, alles nur zum Besten des Patienten.  Der  Einzige, der in Mainz halbwegs ehrlich gesprochen hat, war Kurt Beck: Es muss mehr Steuergeld ins System, wenn die rationierte Medizin nicht weiter um sich greifen soll. Aber eine solche Forderung ist billig, wenn man sie selbst nicht erfüllen muss. Es bleibt dabei: Mehr Geld oder Abschied von der umfassenden medizinische Versorgung. Aber das wissen alle Beteiligten seit Jahren - und reden doch nur um den heißen Brei herum.

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