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Rhein-Neckar-Zeitung: Kein Traumstart

    Heidelberg (ots) - Von Thomas Veigel Léo Apotheker, der neue starke Mann bei SAP, hätte sich sicherlich einen besseren Zeitpunkt für den Machtwechsel gewünscht. Nun findet er aber in einer Wirtschaftskrise statt. Statt neuer Höhenflüge muss der Vertriebsexperte als erster Chef des Softwarekonzerns der Öffentlichkeit und vor allem der Belegschaft einen massiven Stellenabbau verkaufen. Den begründet er mit der Zukunftssicherung des Unternehmens, SAP soll es auch noch in vielen Jahren geben. Es ist aber nicht so, dass SAP Ungemach in Gestalt roter Zahlen drohen würde. Im Gegenteil. Kaum ein Unternehmen in Deutschland ist so erfolgreich und erzielt so hohe Gewinne wie SAP. Im laufenden Jahr wird zwar mit einer schwächeren Rendite gerechnet, aber mittelfristig will man sie deutlich steigern. Und da auch SAP die Preise nicht beliebig erhöhen kann und die Geschäftsaussichten zumindest in diesem Jahr nicht allzu rosig sind, greift man zum alten Mittel des Personalabbaus, um den Gewinn zu erhöhen. Das ist nicht schön, vor allem nicht bei einer Netto-Rendite von 16 Prozent. Immerhin soll es nach Möglichkeit keine Entlassungen geben. Kein Traumstart für Apotheker also, aber er will ja sowieso von vorne anfangen. SAP, so sagte er kürzlich, brauche nicht nur viel mehr Tempo, sondern müsse sich "neu erfinden", um dauerhaft zu überleben.

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