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RNZ: Rhein-Neckar-Zeitung, Heidelberg, zu: Konjunkturpaket

    Heidelberg (ots) - Natürlich müssen die Kanzlerin und ihr Krisen-Mitstreiter Peer Steinbrück das Konjunkturpaket  schönreden. Aber über der Weltwirtschaft kreisen die Geier. Die Pleitegeier. Statt  knapp zwölf Milliarden Neuschulden,  mit denen sich Steinbrück auf dem Königsweg zum ausgeglichenen Haushalt wähnte, sind es am Ende mindestens 60, wenn nicht 80, wenn man die Schattenhaushalte dazurechnet. Und  noch sind nicht einmal alle Risiken, die nach Staatsgeld rufen könnten, auch nur bezifferbar. Selbst die optimistische Annahme, die zwei beschlossenen Konjunkturpakete könnten die Rezession deutlich abfedern, steht auf dünnen Beinen. Aber eines ist dabei neu: Zum ersten Mal marschieren fast alle Industriegesellschaften gemeinsam in die Schuldenfalle. Weil sie nicht anders können. Das Desaster wird im nächsten Schritt die ersten EU-Staaten an den Rand der Pleite bringen, weil niemand mehr deren Schulden kauft. Die Maastricht-Kriterien sind Makulatur. Um die Ecke schaut eine steigende  Inflation, auch im Euro-Raum. Am Ende zahlt der Bürger alles. Und vielleicht  muss er der nächsten Regierung sogar danken, wenn sie die Steuern erhöht, um vom gigantischen Schuldenberg wieder herunter zu kommen.

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