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RNZ: Rhein-Neckar-Zeitung, Heidelberg, zu: SPD

    Heidelberg (ots) - Das politische Leben kommt zwar wieder in Fahrt. Aber es geht um Wahlkampf -  und damit bis zum Votum in Bayern um rasenden Stillstand. Dass sich die  CSU-Spitze über das gefundene Fressen einer angestrebten Tolerierung der SPD durch die Linke in Hessen hermachen würde, war zu erwarten. Ypsilantis Beitrag zur Rettung der CSU-Dominanz  ist nicht zu unterschätzen. Gleichzeitig bestätigen  die weitgehenden Forderungen der Linkspartei  an die SPD in Wiesbaden, dass es dort um mehr als eine  Tolerierung gehen soll. Geprobt wird der Einstieg in die Koalitionsfähigkeit. Die aus dem Sommerurlaub zurückkehrende  SPD hat aber neben dem hessischen Ruderschaden noch ein neues, delikates Problem: Franz Müntefering meldet sich zum Dienst an der Partei zurück. Und Kurt Beck windet sich: Eine beratenden Tätigkeit sei herzlich willkommen. Begeisterung sieht anders aus. Tatsächlich möchte der SPD-Chef den alten Parteisoldaten, der programmatisch eine klare Kante fährt und trotzdem weitaus beliebter ist, vom operativen Geschäft fernhalten. Denn dabei geht es auch um ihn. Mit Müntefering und Steinmeier hätte die SPD 2009 weitaus bessere Chancen als in jeder Konstellation, an der Beck beteiligt ist.

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