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RNZ: Rhein-Neckar-Zeitung, Heidelberg, zu: Atom-Debatte

    Heidelberg (ots) - Die neue Form des Welthungers hat einen Namen: Energiemangel. Denn einfache Volkswirtschaften lassen sich ohne einfache, sprich: energieintensive und damit auch klimaschädliche Technologien kaum  entwickeln. Von ihnen zu verlangen, vom Start weg eine ökologisch vorbildliche und entsprechend teure Energiewirtschaft aufzuziehen, ist blauäugig.  Die großen Schwellenländer haben deshalb auf dem G8-Gipfel das Kartenhaus der CO2-Einsparmodelle  praktisch einstürzen lassen.   Und damit ist das Thema Kernenergie erst recht auf dem Tisch. Eine Risiko-Energie, ohne Zweifel - und dem menschlichen Versagen zugänglich, wie gerade wieder der französische Atomunfall zeigt. Dennoch macht die Debatte in Deutschland über  Laufzeitverlängerungen jüngerer Meiler Sinn. Dafür muss der Ausstieg nichts ins Grundgesetz geschrieben werden. Diese Linie diktiert die Vernunft. Denn was wir jetzt brauchen, ist mehr Zeit, um eine weitgehend von Öl und Gas unabhängige Energiewirtschaft zu entwickeln. Und wir benötigen erheblich mehr Mittel für die Forschung, die uns von dieser  modernen Knechtschaft befreit.

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