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RNZ: Rhein-Neckar-Zeitung, Heidelberg, zu: Deutschland-Türkei

    Heidelberg (ots) - Solange nicht Roboter über das Spielfeld rollen wird Fußball in dieser Hinsicht immer ehrlich sein: Er bleibt unberechenbares Menschenwerk mit endlos  vielen Fehlermöglichkeiten und Gewinnchancen, abhängig von der Tages- und Sekundenform des     Einzelnen. Vor allem aber: Spiele auf diesem Niveau werden nicht durch Trainingseinheiten, nur begrenzt im Kopf des Trainers, sondern zuallererst mit den Herzen der Spieler entschieden. Keine andere Elf hat das so bravourös gezeigt wie die türkische, die teilweise von deutschen Fußball-Lehrern das Handwerk lernte, aber erst mit ihrer Tapferkeit und ihrem unbändigen Siegeswillen ins Halbfinale stürmte und die deutsche Elf dort  um ein Haar "versägte". Wir Deutsche erleben, zum zweitenmal seit der WM 2006, wie beim Trainer, bei der Mannschaft und den Millionen Fans die schönsten Emotionen hochgehen. Aber wir registrieren auch mit Genugtuung, und das ist vielleicht doch ein kleines integratives Wunder, emotional gefasste und gute türkische Verlierer - als unsere Mitbürger.

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