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RNZ: Rhein-Neckar-Zeitung, Heidelberg, zu: Brüssel

    Heidelberg (ots) - Gerade weil die irische Ablehnung, die nur noch von den Tschechen und der deutschen Linken gutgeheißen wird, nicht wirklich anti-europäisch, sondern angstgeleitet war, wäre alles, was nach Strafaktion gegen ein kleines Mitglied aussähe, die falsche Antwort. Das Ziel kann nur lauten: Die Ratifizierung weiterbetreiben und die Iren mehrheitlich mit Argumenten nach Europa zurückholen, ohne den Vertrag  aufzudröseln. Dass sogar Gordon Brown aus London einen frisch ratifizierten Vertrag nach Brüssel mitbrachte, ist ein gutes Zeichen. Angela Merkel führt bei der Brüsseler Flickstunde maßgeblich Regie. Das ist gut so. Aber neben dem aktuellen Krisenmanagement muss die Gemeinschaft nach dieser dritten Abmahnung begreifen, dass sie ihren Bürgern mehr und Konkreteres bieten muss als Papierberge, die keiner liest - und die sich sogar als Waffe gegen den Gemeinschaftsgeist missbrauchen lassen.

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