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RNZ: Rhein-Neckar-Zeitung, Heidelberg, zu: Grüne-CDU

    Heidelberg (ots) - Die Grünen haben sich jahrelang an der Scheinalternative abgearbeitet, ob es nicht besser sei, mit unbefleckten Maximalpositionen in der Opposition zu schmoren, statt in der Regierungsverantwortung Teile des eigenen Gedankengutes umzusetzen. Und sie haben daraus gelernt, wie das Ja zu Sondierungsgesprächen mit der Hamburger CDU zeigt. Emotionaler Überschwang ist dafür nicht nötig. Politische Klugheit reicht völlig aus: In Zeiten des real existierenden Fünf- oder Sechs-Parteien-Systems entpuppt sich das bevorzugte rot-grüne "Lagerbündnis" als Ticket ins politische Aus. Mit allen Nachteilen einer solchen Zwangs-Stillegung für die Grünen. Große Koalitionen bleiben schlechte Notbehelfe zur Sicherstellung der Regierungsfähigkeit. Schwarz-Grün oder die Jamaika-Ampel unter Einschluss der FDP können die politische Lähmung überwinden. Wobei sich die zwei kleineren Parteien auch jeweils an die SPD andocken können. Die politische Schnittmenge macht es. Für Regierungbeteiligungen der Linkssozialisten besteht derzeit keine Notwendigkeit.

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