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Kurier am Sonntag: Über den Bremer Besuch in Danzig schreibt Jürgen Hinrichs:

Bremen (ots) - In dieser Woche reist eine Delegation aus Bremen nach Danzig und feiert dort mit den anderen Gästen gleich zwei Jubiläen: 25 Jahre deutsch-polnischer Vertrag und 40 Jahre Städtepartnerschaft zwischen Danzig und Bremen. Angeführt wird der Tross von Carsten Sieling. Was kann, was muss der Bürgermeister tun, um den Besuch zu einem Erfolg werden zu lassen? Schwierig, denn Polen hat sich verändert - und wendet sich von Europa ab. Die Regierung hat sich verändert, nicht automatisch aber auch die Menschen und schon gar nicht die widerborstigen Danziger, aus deren Mitte die Solidarnosc-Bewegung entstand. Bremen hat damals eine besondere Rolle gespielt und die Revolution unterstützt. Danzig war da schon Städtepartner, der erste für Bremen, die vielen anderen kamen erst danach. Es war der damalige Bürgermeister Hans Koschnick, der die Hand ausstreckte, ein großer Versöhner. Das ist eine Basis, die nicht so schnell bröckelt. Ausruhen dürfen sich Bürgermeister Sieling und seine Delegation darauf aber nicht. Es ist deshalb gut, dass bei dem Besuch Vertreter von Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur dabei sind. Die Städtepartnerschaft muss sich auf ganz viele Schultern verteilen. Dazu gehört allerdings auch der Kontakt unter den Bürgern. Und daran mangelt es leider.

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