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Westfalen-Blatt: zu Sicherheits-Apps

Bielefeld (ots) - Niemand möchte in Deutschland gern überwacht werden, aber obwohl die Begleit-App »WayGuard« den Aufenthaltsort eines Menschen verrät, ist sie keine Bedrohung der individuellen Freiheit. Im Gegenteil erleichtert sie es Menschen mit mulmigem Gefühl, Hilfe zu holen und Kontakt zu Freunden zu halten. Obwohl ein Versicherungskonzern dadurch Telefonnummern und E-Mail-Adressen bekommt, sollte man nicht gleich eine Debatte über Datenschutz beginnen. Bei den Fitness-Armbändern ist sie viel stärker angebracht. Bei »WayGuard« überwiegt der Nutzen, an dem die Polizei Gütersloh keinen Zweifel hat, mögliche Bedenken bei weitem. Gleichwohl kann die App vernünftiges, vorausschauendes Verhalten nicht ersetzen. Abends nicht allein durch einen Park gehen, dunkle Straßen meiden - das sind banal klingende, aber sinnvolle Ratschläge. Und wer attackiert wird, sollte Menschen in der Nähe laut und konkret (»Sie mit der roten Jacke, helfen Sie mir!«) um Unterstützung bitten. Denn das kann eine App bei allem unzweifelhaften Nutzen noch nicht.

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