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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur ARD und Mehmet Scholl

Bielefeld (ots) - Ein paar Kalauer von Moderator Delling, gepflegte Worte von Insider Netzer. So lief das lange, so lief es gut. Nachdem das Paar fertig hatte, übernahm Mehmet Scholl als ARD-Fußball-Fachmann, und der ehemalige Münchener Profi änderte das Profil der Sendungen auf sehr scharfzüngige Art. Vor allem, wenn er mucken wollte. Da wandelte Scholl auf einem schmalen Grat, weil Meinungsstärke und Boshaftigkeit bei ihm nicht weit auseinander lagen. Er hat da manchmal etwas verwechselt. Aber auch die kleinen bis schwereren Entgleisungen gingen bei seinem Arbeitgeber immer noch als markante Äußerung durch, ein Mainstream-Mann für bla-bla-bla sollte Scholl schließlich nicht sein. Zuletzt hat er seinen Einfluss wohl doch überinterpretiert. Das Nichtgefallen eines Programminhalts nahm die Kratzbürste zum Anlass, seinen Auftritt zu schwänzen. Man kann nun rätseln, ob es am Ende doch Unbelehrbarkeit auf Seiten Scholls war, die die kurzfristige Versöhnung wieder rückgängig machte und das Erste zum Handeln zwang. Der Ball wird sowieso weiter rollen, und bitte, es gibt schon auch Wichtigeres.

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