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Westfalen-Blatt: zu Erpressungtrojanern

Bielefeld (ots) - Es wird allerhöchste Zeit, die Bedrohung aus dem Internet ernst zu nehmen. Sicherheitslücken stehen noch Monate sperrangelweit offen, nachdem sie bekannt geworden sind und ein Softwareflicken (Patch) bereitgestellt worden ist. Viele Unternehmen gehen regelrecht (fahr-)lässig mit dem Thema IT-Sicherheit um. Genauso selbstverständlich, wie Firmengelände eingezäunt und Tore abgeschlossen werden, muss angemessen schnell reagiert und in die Sicherheit von IT-Systemen investiert werden. Es darf nicht sein, dass Geheimdienste Sicherheitslücken geheim halten, um »Staatstrojaner« oder andere Spähprogramme in Umlauf zu bringen und damit auch noch den Handel mit Sicherheitslücken begünstigen. Konstantin von Notz (Grüne) fordert zu Recht, dass staatliche Stellen alles dafür tun müssen, damit Sicherheitslücken schnellstmöglich geschlossen werden. Wer Programme zum Verbreiten von Spähsoftware einkauft, begünstigt noch die Ausrüstungsspirale zwischen Hackern und Sicherheitsfirmen. Deutschland braucht eine neue Digitalpolitik - heute, nicht irgendwann.

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