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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Urteil im Prozess um die Holocaust-Leugnerin Haverbeck

Bielefeld (ots) - Wer auch immer am Dienstag im Amtsgericht Bad Oeynhausen das Hausrecht hatte - er hat sich von Alt- und Neonazis vorführen lassen. Wie kann es sein, dass etwa 50 Besucher in der Eingangshalle eine gerade verurteilte Holocaust-Leugnerin bejubeln und lautstark feiern, weil die Frau ihre opferverachtenden Ansichten vor Gericht verteidigt hat? In den Augen der Neonazis ist Ursula Haverbeck eine Heldin. Eine Märtyrerin, die sich der Justiz widersetzt und bereit ist, dafür ins Gefängnis zu gehen. Dass diese Frau gut zehn Minuten in der Gerichtshalle mit ihren Unterstützern feiern und dort Blumen und Glückwünsche entgegennehmen konnte, ist eine Blamage für den Justizapparat. Das Treiben fand direkt unter den Augen der Bielefelder Einsatzhundertschaft statt, die alles miterlebte. Aber es war offenbar niemand vom Amtsgericht da, der sein Hausrecht ausüben und die Gruppe mit Hilfe der Polizei vor die Tür setzen wollte. Holocaust-Leugner lassen eine der Ihren in einem deutschen Gerichtsgebäude hochleben - eigentlich ist das unvorstellbar.

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