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Westfalen-Blatt: zur Interrail-Idee

Bielefeld (ots) - Die Idee ist zu gut, um sie gleich wieder niederzumachen. Ein Interrail-Ticket für jeden (oder wenigstens die Mehrzahl) der 18-Jährigen, damit sie Europa kennenlernen und Kontakte knüpfen - das ist mehr als nur ein kleiner Diskussionsbeitrag. Dies ist ein Vorschlag, der es verdient hat, ihn zu wagen. Natürlich haben die Kritiker und Nörgler Recht, dass auch ein solches Geschenk nicht jeden erreichen wird. Eine 30-tägige Europa-Tournee mit dem Rucksack kostet auch über das Bahnticket hinaus Geld. Das können sich nicht alle leisten. Aber das Anliegen stimmt: Zeigt den jungen Europäern die Gemeinschaft, in der sie leben, deren Möglichkeiten und Vielfalt. Denn nur so kann man Begeisterung für das Zusammenleben in dieser Union erreichen. Eigentlich sollte Manfred Weber, Chef der christdemokratischen Parlamentsfraktion, seine Idee noch erweitern: Klassenfahrten nach Straßburg oder Brüssel sollten selbstverständlich sein. Europapolitik gehört in jeden Lehrplan, Erasmus muss ausgebaut werden, damit Schüler, Azubis und Studenten etwas davon haben.

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