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Westfalen-Blatt: zum Zuliefererstreit bei VW

Bielefeld (ots) - Kein Streik, sondern ein Streit ist verantwortlich für einen der spektakulärsten Produktionsstopps in der deutschen Wirtschaftsgeschichte. Beobachter können nur mit dem Kopf schütteln, wie sehr die Lage zwischen Europas größtem Autobauer VW und seinen zwei Zulieferern der Prevent-Gruppe eskaliert ist. Was Außenstehende ungläubig zurücklässt, ist aber für fast 30 000 Mitarbeiter der Streithähne ein bedrohliches Szenario. Für sie geht es um ihren Lohn, ihren Arbeitsplatz, ihre Zukunft. Und auch weitere Zulieferer in der Kette müssen bangen, in Mitleidenschaft gezogen zu werden. So unklar weiterhin ist, was genau zwischen dem Konzern und seinen Zulieferern vorgefallen ist, so klar ist aber doch, dass die Entwicklung mit Liefer- und Produktionsstopp unerträglich ist. Ein solches Geschäftsgebaren schadet dem Ansehen aller Beteiligten massiv. Der große Knall zeigt auch die Gefahren eines Systems, in dem die Abhängigkeiten immer größer werden und der Preisdruck durch die Autobauer massiv ist. Nur: Streitfälle gilt es juristisch auszutragen - nicht mit Wildwest-Methoden auf dem Rücken von Mitarbeitern, Kunden und einer ganzen Branche.

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