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Westfalen-Blatt: zur Kinderarmut

Bielefeld (ots) - Der Arbeitsmarkt boomt - und zugleich sind immer mehr Kinder aus Gering- und Nichtverdienerfamilien auf Sozialleistungen angewiesen. Nur auf den ersten Blick stehen diese beiden Nachrichten im Widerspruch zu einander. Denn mehr Arbeit bedeutet ja nicht automatisch mehr Wohlstand für alle. Da sind zum einen die Aufstocker, die ihre Familien trotz Arbeit nicht aus eigener Kraft ernähren können. Dazu müsste der Mindestlohn wohl verdoppelt werden. Das wiederum hätte zur Folge, dass einfache Tätigkeiten in Deutschland nahezu unbezahlbar und somit zu einem erheblichen Teil entfallen würden. Zum anderen gibt es eine große Zahl von Langzeitarbeitslosen, die trotz erheblicher Bemühungen der Arbeitsagenturen nicht mehr auf dem ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln sind. Und dann sind da die vielen alleinerziehenden Mütter, die finanziell abgehängt sind, weil Kinderbetreuung und Beruf noch immer nicht im notwendigen Maße zu vereinbaren sind. Hier gibt es noch einiges zu verbessern. Besser als das Reparieren aber ist die Vorsorge. Gute Bildung, die wirklich alle Kinder erreicht, steht da an erster Stelle.

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