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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Agitation aus Moskau

Bielefeld (ots) - Das erste Opfer jedes Krieges ist die Wahrheit. Diese bittere Erkenntnis trifft auf nahezu jede Auseinandersetzung zu - und sie passt zu den Lügen und Manipulationsversuchen, mit denen Russland seit einiger Zeit gezielt die Einheit der westlichen Staaten attackiert.

Es ist die Reaktion auf die Strategie einer Gemeinschaft, in der sich die Befürworter und Skeptiker von Sanktionen gegen Moskau auf eine einheitliche Linie verständigt haben, um Russland für seine Rolle auf der Krim und in der Ostukraine zu bestrafen, die mehrfachen Brüche des Völkerrechts zu sanktionieren. Das tut dem Land weh. Die Folgen des Embargos sind schmerzhaft und demütigen Präsident Wladimir Putin, der so gerne als Herrscher einer ebenbürtigen Großmacht anerkannt würde. Bisher sind seine Versuche, die EU zu zersetzen, gescheitert.

Dabei geht es längst nicht mehr um Lügen-Geschichten oder die Manipulation der öffentlichen Meinung. Was sich Russlands Agitatoren beispielsweise mit der Story vom vergewaltigten Mädchen in Berlin haben einfallen lasen, überschreitet alles, was man noch achselzuckend hinnehmen könnte. Europa wird reagieren müssen - mit Diplomatie und Aufklärung, nicht mit einer propagandistischen Gegenoffensive. Nur Informationen zu sammeln, ist zu wenig.

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