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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Abschaffung der Ein- und Zwei-Cent-Münzen

Bielefeld (ots) - Lang ist es her. Da sammelten Bräute übrig gebliebene Pfennige, um damit einen Teil der Aussteuer oder die Hochzeitsschuhe zu bezahlen. Heute ist nicht nur die Aussteuer aus der Mode gekommen, sondern auch der Pfennig. Der Euro-Cent, der ihm gefolgt ist, war zu Beginn zwar doppelt so viel wert. Doch nun ist er, glaubt man denen, die davon genug besitzen, nur noch lästig.

Da fragt man sich allerdings, warum zumindest ein Teil der Verbraucher wegen ein paar Kupfermünzen mehr oder weniger beispielsweise für einen Liter Milch den Einkaufsplatz wechselt. Oder schlimmer noch: Warum endet der Benzinpreis sogar noch auf Zehntelcent?

Der Handel in Kleve, der seit gestern den Vorreiter für einen Abschied von den Ein- und Zwei-Cent-Münzen spielt, begründet seine Aktion mit dem hohen Aufwand für Kleingeld. Es sei zu teuer. Dabei könnte der Handel das Problem auch so lösen, dass er alle Preise auf fünf oder zehn Cent enden lässt, wie es Boutiquen, Drogerien und andere Geschäfte teilweise schon tun.

Im Hintergrund steht, dass das bargeldlose Bezahlen seit langem auf dem Vormarsch ist. Den Nachteil haben diejenigen, die auf der unteren Stufe der sozialen Leiter stehen oder aus irgendwelchen Gründen den Umgang mit Geld niemals gelernt haben.

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