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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum möglichen Wettskandal im Tennis

Bielefeld (ots) - Der Einzelsportler kann seine Leistungsbereitschaft so weit herunterschrauben, dass er sich zumindest mal den Vorwurf fehlenden Einsatzes anhören muss. Sicher gibt es so ein Hängenlassen auch im Tennis, ohne die ein oder andere in Kauf genommene Auszeit auf dem Platz wäre der jährliche Turnier-Marathon kaum zu bewältigen. Das erfüllt zwar nicht den Tatbestand des Betrugs, bietet aber Angriffsfläche für mögliche Manipulationen: Ein schlechter Tag ist ein schlechter Tag - wer will denn da schon den Unterschied zu einer Absicht erkennen?

So bleibt es leicht vorstellbar, wenn über Spiel, Satz und Sieg von außen entschieden wird. Das muss nicht auffallen und würde es auch nicht. Jetzt wird der Tennissport gleich zu Saisonbeginn in Australien von Spekulationen erfasst, die im Moment noch nicht mehr sind als eben das. Schon oft geäußert, mitunter weiterverfolgt, gelegentlich bestraft, keine große Sache. Um das zu ändern, müssten aber nun ernstzunehmendes Material und Namen beigebracht werden. Auszuschließen ist mittlerweile nichts mehr. Auch, dass Spieler nicht von sich aus zum Abschenken bereit sind, sondern per Drohung dazu gezwungen werden. Weit hergeholt? Darauf sollte man besser nicht wetten.

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