Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Hoeneß

Bielefeld (ots) - Ungerecht! Klar, wenn man Hoeneß heißt, kommt man eher frei! Der kleine Mann würde länger sitzen!

Bemerkungen und Vorwürfe dieser Art in Richtung Justiz wird es jetzt zuhauf geben, nachdem gestern entschieden wurde, dass Steuersünder Uli Hoeneß am 29. Februar auf freien Fuß gesetzt wird.

Ja, es stimmt, der heute 64-Jährige hat gegen Gesetze verstoßen, Steuern in zweistelliger Millionenhöhe hinterzogen. Dafür ist er verurteilt worden. Dass ihm jetzt die Hälfte der 42 Monate auf Bewährung erlassen wird, ist jedoch nicht ungewöhnlich. Das Strafgesetzbuch ermöglicht in Ausnahmefällen die Aussetzung einer Strafe nach dieser Zeit - auch wenn es in den meisten Fällen erst nach zwei Dritteln üblich ist.

Für Hoeneß spricht, dass er nicht nur den von ihm angerichteten Schaden wieder gut gemacht hat. Der einstige Chef des FC Bayern hat sich zudem während der Haft vorbildlich verhalten, seine Zeit als Freigänger genutzt, um sich der Jugendarbeit des Vereins zu widmen, sich um Flüchtlinge gekümmert und 10 000 Euro für sozial Bedürfte gespendet. Alles Berechnung? Wohl kaum, denn seine soziale Einstellung hat Uli Hoeneß schon häufig bewiesen - und wird er wohl auch beibehalten. Etwas, das man trotz seiner Verfehlungen anerkennen muss.

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261
Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Themen in dieser Meldung


Weitere Meldungen: Westfalen-Blatt

Das könnte Sie auch interessieren: