Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Smartphones

Bielefeld (ots) - Es gibt Schulen, da sind Smartphones tabu. Erst nach dem Unterrichtsende gibt's die Geräte zurück. Richtig so! Gerade Kinder müssen im Elternhaus und in den Klassen über die Gefahren des gedankenlosen Umgangs mit den technischen Alleskönnern aufgeklärt werden. Die Industrie wird das nicht leisten, sie will nur Geräte verkaufen und verspricht in der Werbung noch bessere Kameras und noch schöneres Design. Das mit der Aufklärung klappt aber nicht, wenn der Vater schon beim gemeinsamen Frühstück auf den Monitor des Telefons starrt, Mails abruft und verschickt und neue Apps herunterlädt. Kinder brauchen Vorbilder - nicht Eltern, die selbst vom Virus Technik infiziert sind und die Risiken nicht sehen. Dabei sind die überdeutlich: Kinder, die ständig zum Handy greifen, sind unkonzentriert, riskieren schlechtere Leistungen in der Schule und setzen sich selbst unter Druck, weil sie glauben, sonst ausgeschlossen zu sein. Nicht mehr sie sind Herr über das Gerät, sondern das Smartphone beherrscht sie. Mit Gesetzen lassen sich Suchtgefahr und Kommunikationsstress nicht begegnen, wohl aber mit Aufklärung. Chancen und Risiken von Medien sollten stärker als jetzt ein fester Bestandteil des Unterrichts werden.

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Westfalen-Blatt

Das könnte Sie auch interessieren: