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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum VW-Skandal

Bielefeld (ots) - Der Aufsichtsrat des VW-Konzerns kehrt mit eisernen Besen. Nach Martin Winterkorn müssen auch der Konzern-Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg und sowie Porsches Chefentwickler Wolfgang Hatz ihre Posten räumen. Hatz war jahrelang bei Audi als Motorenspezialist tätig, ehe er vor wenigen Jahren nach Stuttgart wechselte. Wenn es zutrifft, dass zudem noch der Hatz-Vorgänger Hans-Jakob Neußer, Entwicklungsvorstand der Marke VW, seines Amtes enthoben wird, verliert der Konzern außer Winterkorn drei seiner wichtigsten Strategen, die für den technischen Fortschritt verantwortlich zeichneten. Sollte es stimmen, dass dieses Quartett eingeweiht in die Manipulationen oder gar maßgeblich daran beteiligt war, dann ist der Schritt zwingend notwendig. Doch klar ist damit auch, dass die Aufgabe des Winterkorn-Nachfolgers, der aller Voraussicht nach Matthias Müller heißt, noch schwerer wird. Er muss nicht nur den Skandal und die damit verbundenen wirtschaftlichen Folgen aufarbeiten und neues Vertrauen gewinnen. Er muss auch ein neues Team aufbauen, mit dem der Konzern die Aufgaben und Anforderungen der Zukunft bewältigen kann. VW hat es allerdings in der Vergangenheit versäumt, entsprechendes Personal aufzubauen.

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