Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Thema Ausbildungsabbrecher

Bielefeld (ots) - Mehr als jeder fünfte, im Handwerk sogar fast jeder dritte Lehrling beendet seine Ausbildung vor der Prüfung. Da ist man schnell bei der Suche nach dem Schuldigen.

Ist es die Wirtschaft? »Lehrjahre sind keine Herrenjahre«, hieß es früher. Sicher gibt es auch heute noch Unternehmen, die ihre Lehrlinge ausbeuten - auf Kosten der Ausbildung. Dabei ist nicht gemeint, dass man den Jugendlichen mal bittet, zu fegen oder für seine Arbeitsgruppe den Kaffee zu kochen.

Ist die Jugend schuldig? Die Klagen über fehlendes Allgemeinwissen und über schlechtes Benehmen sind bekannt - und mit Sicherheit im ein oder anderen Fall berechtigt.

Doch sollte man sich hüten, immer nach Schuldigen zu suchen. Jugendliche haben das Recht, eine Ausbildung abzubrechen, wenn sie merken: Das ist nichts für mich. Und genauso haben Unternehmer das Recht zu sagen: Der passt nicht zu uns. Politiker fordern die Wirtschaft immer wieder auf, auch Jugendlichen eine Chance zu geben, die nicht die besten Voraussetzungen mitbringen. Da muss eine Entscheidung auch korrigiert werden können - zumal, wenn etwa Abiturienten die Entscheidung wegen verkürzter Schulzeit in jüngeren Jahren fällen müssen. Besser einen Fehler rückgängig machen als ein Leben lang leiden.

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Westfalen-Blatt

Das könnte Sie auch interessieren: